Um sicherzustellen, dass Personen, die nicht in diesem Land leben, ihre erworbenen Rentenansprüche aus dem isländischen Sozialversicherungssystem nicht weiterhin in Anspruch nehmen, ist es wichtig, sich die Regeln für die ordnungsgemäße Registrierung ihres Wohnsitzes im Land anzusehen.
„Das ist sicherlich ein Problem für alle Länder in Europa, aber in Island ist es proportional größer“, sagt Sigurður Ingi Jóhannsson, Minister für Finanzen und Wirtschaft.
„Weil es so viele Menschen gibt, die hierherkommen, um zu arbeiten, auch nur vorübergehend, und sich auf natürliche Weise registrieren lassen, um ihre Rechte zu erhalten und mit einer Sozialversicherungsnummer am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Aber wenn man das Land verlässt, verspürt man nicht das Bedürfnis, sich dort zu registrieren, sondern meldet sich einfach in dem anderen Land an, in das man umzieht, um dort Rechte zu erlangen.“
Ungefähr 11.000 ausländische Staatsangehörige, die ihren rechtmäßigen Wohnsitz in Island hatten, beziehen trotz ihrer Ausreise weiterhin Rentenansprüche aus dem isländischen Sozialversicherungssystem.
Sigurður sagt, es sei wichtig, sich mit der Angelegenheit zu befassen und herauszufinden, was getan werden könne, um die Registrierung legaler Wohnsitze im Land zu verbessern. Falsche Informationen können beispielsweise die Zahlen von Statistics Finland verfälschen. „Das Gleiche gilt für Rentenansprüche und andere Rechte.“ Das müssen wir gemeinsam mit dem Nationalen Register und anderen daran beteiligten Ministerien und Institutionen, wie dem Nationalen Statistikamt, genauer prüfen.“
Auf die Frage, ob es möglich sei, die Registrierungsregeln zu ändern, sagt Sigurður, dass dies auf jeden Fall geprüft werden müsse.
