Wissenschaftler des isländischen Wetteramtes bemerkten gestern Morgen, dass in der Nähe der Ufermauer bei Grindavík Dampf aufzusteigen begann. Es wird angenommen, dass sich dort ein Riss geöffnet hat, Magma hingegen ist dort noch nicht nach oben gekrochen.
Es gibt drei Hauptlavaströme, einen im Süden und zwei im Norden. Die Lava aus dem südlichsten Krater fließt wie beim letzten Ausbruch in südwestliche Richtung. Auch im Norden gibt es einen Lavastrom, der in östliche Richtung fließt.
„Die Sicht war den ganzen Tag schlecht. Aber jetzt hat es nachgelassen und wir können den Lavafluss besser sehen“, sagt Einar Hjörleifsson, Naturkatastrophenexperte beim isländischen Wetteramt, in einem Interview mit mbl.is.
Könnte von einem Lavateich nach Grindavíkurvégur fließen
Auch auf Sýlingarfell hat sich ein Lavateich gebildet. „In den nächsten Tagen könnte es zu einem Vorstoß nach Süden kommen“, sagt Einar. „Aber im Moment scheint es sich um einen stetigen Lavastrom zu handeln und die Eruption ist immer noch aktiv.“
Wird Lava nicht Straßen überfluten?
„Heute Nacht wird es nicht passieren, aber man muss genau auf die Lavaströme bei Sýlingarfell achten.“ Mit der Zeit könnte es gelingen, sich anzuhäufen und nördlich von Sýlingarfell und von dort in Richtung Grindavíkurvegi vorzudringen. Es besteht aber die Notwendigkeit, es genauer zu überwachen und dort im Interesse der öffentlichen Sicherheit eine weitere Webcam zu installieren.“
Dampf steigt an einem Wall auf
Laut Einar wurde heute Morgen eine Dampfwolke gesehen, die von einer Verteidigungsmauer aufstieg.
„Es ist, als gäbe es dort eine kleine Öffnung, aber es ist kein Magma herausgekommen.“ Einfach dampfen“, sagt er.
„Es ist, als würde sich auf der Nordseite der Verteidigungsmauer ein Riss öffnen“, sagt Einar weiter und fügt hinzu, dass die norwegische Wetterbehörde den Dampf weiterhin überwacht.
