Mitglieder des Parlaments sagen, der Bericht des Auditor General über die Politik in Bezug auf Opioidabhängigkeit oder Suchtprobleme im Allgemeinen zeige einen Mangel an Richtung und Führung. Þórunn Sveinbjarnardóttir, Parlamentsabgeordneter des Samfylking, sagt, dass Politiker und die Gesellschaft insgesamt die Menschen im Stich gelassen haben, die mit Opioidabhängigkeit zu kämpfen haben.
Þórunn und Sigmar Guðmundsson, Abgeordneter für Viðreisnar, machten in ihren Reden den Bericht des Staatsprüfers über die Politik in Bezug auf Opioidabhängigkeit oder Suchtprobleme im Allgemeinen zum Diskussionsthema.
Unklare Führung in dieser Angelegenheit
Þórunn sagte, dass den Menschen klar sein sollte, dass Politiker und die Gesellschaft als Ganzes diejenigen im Stich gelassen haben, die mit Opioidabhängigkeit zu kämpfen haben.
„Die Überprüfung wirft ein klares Licht auf den völligen Mangel an politischer Führung, die mangelnde Orientierung und eine verschwommene Sicht auf das Thema.“ Nach der Lektüre sollte jedem klar sein, wie wir als Politiker und als Gesellschaft auf die Menschen reagiert haben, die mit der schwierigen Opioidproblematik zu kämpfen haben. Keiner der Befragten des National Audit Office konnte angeben, wo die Führung in dieser Angelegenheit liegt. Es gibt keine geltende Richtlinie zur Alkohol- und Drogenprävention. „Es ist im Jahr 2020 ausgelaufen“, sagte Þórunn.
Sie wies auch darauf hin, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen aufgrund von Opioidabhängigkeit seit 2017 um 60 % gestiegen sei.
Mangel an Führungskräften, die das Problem verstehen
Sigmar sagte, dass das Problem irgendwie immer noch selbstverwaltet sei und dass die Gesundheitsbehörden auf Basisorganisationen und NGOs angewiesen seien.
„Es ist seit vielen Jahren bekannt, dass es in Island nur wenige Behandlungsplätze und einen Mangel an Rehabilitation gibt. Es mangelt an Notdiensten. Es fehlen die Mittel. Das Schlimmste ist der jahrzehntelange Mangel an Führungskräften, die das Problem wirklich verstehen. Ist es wirklich unverständlich, dass jedes Jahr mehrere tausend Menschen mit einer unheilbaren Krankheit um Hilfe bitten? Das ist mehr, als jedes Jahr an Krebs erkrankt ist.“

