Die Zentralbank geht davon aus, dass die Löhne in diesem und den nächsten beiden Jahren etwas über dem liegen werden, was bisher in den Tarifverträgen auf dem öffentlichen Markt in diesem Jahr vereinbart wurde. Die Tarifverträge sehen eine Lohnerhöhung von 3,25 % in diesem Jahr und 3,5 % in den Folgejahren vor. Allerdings erwartet die Zentralbank einen Anstieg von 5,5 % in diesem Jahr und einen Anstieg von 5,6 % in den nächsten zwei Jahren, nachdem sie ihre Prognose deutlich gesenkt hat.
Beim Briefing der Bank zur Veröffentlichung der Geldpolitik und der Erklärung des geldpolitischen Ausschusses ging Þórarinn G. Pétursson, der Chefökonom der Bank, auf die Wirtschaftslage und die Zukunftsvision der Bank ein.
Die Verträge entsprechen voll und ganz den Vorstellungen der Bank
Er überprüfte unter anderem die Lohnentwicklung und die diesbezügliche Prognose der Bank, doch im Februar prognostizierte die Bank, dass die Löhne in diesem Jahr um 6,5 % steigen würden, nachdem die Prognose der Bank Ende letzten Jahres noch höher ausgefallen war.
Þórarinn sagte, dass die getroffenen Tarifvereinbarungen völlig im Einklang mit den Erwartungen der Bank stünden, die aktuelle Prognose der Bank jedoch von geringeren Lohnerhöhungen als zu Jahresbeginn ausgegangen sei.
Aus Þórarins Präsentation beim heutigen Treffen. Dort können Sie sehen, wie sich die Lohnprognose der Bank seit den letzten beiden Ausgaben der Geldpolitik und der Entwicklung des Lohnindex verändert hat.
Grafik/Zentralbank
Etwas über Tarifverträge hinaus
Allerdings müsste die Bank mehr Faktoren berücksichtigen als direkte prozentuale Erhöhungen in Tarifverträgen, die für dieses Jahr 3,25 % und für die nächsten zwei Jahre 3,5 % betragen. Er sagte, dass die Vereinbarungen tatsächlich eine erhebliche Lohnerhöhung von 4 % pro Jahr vorsähen und dass die Zentralbank im Laufe des Jahres von einer Lohnerhöhung von 5,5 % pro Stunde ausgegangen sei. „Aber das ist nicht alles, was wir sehen.“ Wir müssen beispielsweise das Lohnwachstum in der Volkswirtschaft, Zusammensetzungseffekte bei einer Änderung der Zusammensetzung der Belegschaft, Annahmen über andere Tarifverträge usw. bewerten.“
Der Lohnindex, also die Veränderung der Löhne auf Jahresbasis, erreichte in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres mit 11 % seinen Höchststand, ist seitdem jedoch etwas zurückgegangen und liegt nun bei etwa 7 %.

