Sigríður Dögg Auðunsdóttir, Vorsitzender des isländischen Journalistenverbandes, sagt, dass die Mitarbeiter des Nationalen Rundfunks Frauen gegenüber respektlos gewesen seien, verglichen mit dem Verhalten, das die Reporterin María Sigrún Hilmarsdóttir in den letzten Tagen beschrieben hat.
Am Freitag wurde berichtet, dass María Sigrún nicht mehr zum Redaktionsteam von Kveik gehörte, da ihr Einsatz nicht mehr erwünscht war. Dann sagte sie, dass Ingólf Bjarna Sigfússon, der Herausgeber von Kveik, ihr gesagt habe, dass ihre Talente nicht im Bereich des investigativen Journalismus lägen, sie aber dennoch eine ausgezeichnete Nachrichtenleserin sei.
Das Nationalradio muss es besser machen
In dem Beitrag sagt Sigríður Dögg, dass laut einer Umfrage des Journalistenverbandes Frauen im Journalistenberuf viel mehr Stress bei der Arbeit erleben als Männer und sie viel mehr Angst um ihre Arbeitsplatzsicherheit haben.
„Das Nationale Radio sollte nicht unentdeckt bleiben, dass ein Vorgesetzter respektlos gegenüber Frauen gegenüber seinen Untergebenen spricht, basierend auf der Erfahrung, die María Sigrún Hilmarsdóttir in den letzten Tagen öffentlich geschildert hat.“
Dann spielt es keine Rolle, was der Grund für die Meinungsverschiedenheit ist. RÚV ist nicht nur das größte Medienunternehmen des Landes, es ist auch in Staatsbesitz und sollte ein Vorbild sein – und Respektlosigkeit gegenüber Frauen sollte weder dort noch anderswo toleriert werden.“
Sigríður weist darauf hin, dass Gleichstellung zwar in Island von allen Ländern am stärksten gemessen wird, es aber vielerorts und nicht zuletzt in den Medien immer noch eine Voreingenommenheit gegenüber Frauen gibt. Die meisten Medien des Landes werden noch immer von Männern geführt.
Anschließend gibt sie an, dass beim National Radio nahezu alle Führungspositionen mit Männern besetzt seien.
„Wir als Gesellschaft dürfen nie aufhören, darauf hinzuweisen, was besser gemacht werden kann.“ RÚV – mach es besser.“
