Unterhalb des Eyjafjöll auf der südlichen Ringstraße sind gestern die Insassen von rund 600 Fahrzeugen in massive Schwierigkeiten geraten. Auslöser war starker Schneefall und plötzlich einsetzende Kälte. Mehr als tausend Menschen waren zeitweise betroffen.
Wie Jón Þór Víglundsson, Informationsbeauftragter von Landsbjörg, bei Visir erklärte, verschlechterte sich die Sicht am Abend rapide. Mit sinkenden Temperaturen begann der Schnee zu treiben und sich um die Fahrzeuge anzuhäufen. Viele Reisende stoppten daraufhin auf der Straße, was zu kilometerlangen Staus führte. Räumfahrzeuge konnten zeitweise nicht mehr passieren.
Im Einsatz waren unter anderem die Rettungsteams Dagrenning aus Hvolsvöllur, das Hella Air Rescue Team, Bróðurhándin unter Eyjafjöllum sowie die Einheit in Vík in Mýrdalur. Gemeinsam mit der isländischen Straßenverwaltung und Landwirten aus der Region, die mit Traktoren unterstützten, arbeiteten sie sich Fahrzeug für Fahrzeug vor. „Es herrschte ein kleines Chaos“, so Víglundsson. „Aber alle haben mitgeholfen.“
Verletzt wurde niemand. Allerdings kam östlich von Vík ein Bus von der Straße ab, zudem kollidierten drei Fahrzeuge am Reynisfjall. Die Insassen mussten aus den beschädigten Autos evakuiert werden.
Ein geplantes Hilfszentrum musste letztlich nicht eröffnet werden, da sich die Lage schneller entspannte als zunächst erwartet.
Nach Angaben der isländischen Straßenverwaltung liegt derzeit weiterhin Schneematsch auf mehreren Straßen in Südisland, die Räumarbeiten dauern an. Für die gesamte Region gilt bis zum Mittag eine gelbe Wetterwarnung. Über die Livecams der Straßenverwaltung kann der Straßenzustand abgerufen werden.
Der Vorfall zeigt erneut, wie schnell sich die Wetterlage in Island – dramatisch verändern kann. Wer in Island unterwegs ist, sollte insbesondere im Winter regelmäßig Wetter- und Straßenmeldungen prüfen und Fahrten flexibel anpassen.
Das Titelfoto ist ein Screenshot der Webcam der Straßenverwaltung heute bei Petursey
Die Belastung der Meere rund um Island mit Plastik bleibt hoch. Bei der aktuellen Untersuchung für das Jahr 2025 wurde…