Die UNESCO hat Islands Antrag offiziell bestätigt: Snæfellsnes ist nun Islands erstes UNESCO-Biosphärenreservat. Damit reiht sich die Halbinsel in das weltweite Netzwerk von 759 geschützten Gebieten in 136 Ländern ein.
Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) bestätigte Islands Antrag, Snæfellsnes zum Biosphärenreservat zu erklären. Als Biosphärenreservat bezeichnet man ein Gebiet, das vom UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) anerkannt wurde. Es ist also ein Gebiet, das mit Natur- und Sozialwissenschaften arbeitet und diese als Grundlage für die Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner, den Erhalt von Ökosystemen und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung nutzt.
Der neue Status hebt die langjährige Arbeit der Region hervor. Snæfellsnes ist bekannt für seine starke Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Vereinen, Institutionen und Bewohnern sowie für sein ausgeprägtes Umweltbewusstsein. Bereits seit über 20 Jahren trägt die Region das internationale Umweltzertifikat EarthCheck.
Zentraler Bestandteil des UNESCO-Welterbe ist der Snæfellsjökull-Nationalpark, der 2001 auf Initiative der Bevölkerung gegründet wurde. Gemeinsam mit dem Regionalpark Snæfellsnes bildet er das Kerngebiet des neuen Reservats.
Der Weg zum UNESCO-Status begann 2020 mit einer Prüfung, ob Snæfellsnes die Kriterien für die Welterbeliste erfüllt. Im September 2024 reichte ein Lenkungsausschuss schließlich den Antrag ein – nun folgte die Bestätigung.
Mit der Aufnahme erhält Snæfellsnes Zugang zu einem internationalen Wissens- und Erfahrungspool, in dem nachhaltige Entwicklung, Umweltschutz und Kultur eng mit regionaler Wirtschaftsförderung verknüpft werden.
Umweltminister Jóhann Páll Jóhannsson sprach in einer Pressemitteilung von einem „wichtigen Schritt für ganz Island“, der Image und Attraktivität des Landes stärke. Kulturminister Logi Einarsson hob die Chancen für Forschung und Innovation hervor, während Björg Ágústsdóttir, Vorsitzende des Regionalparks Snæfellsnes, die jahrzehntelange gemeinsame Arbeit der Region als Grundlage für diesen Erfolg bezeichnete.
Titelbild Berge auf Snaefellsnes / Mirjam Lassak
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