„Im Moment fängt der Lauf gerade erst an und hat noch nicht richtig Fahrt aufgenommen, aber wir glauben, dass er in Gang kommt.“ „Das ist mehr als Hintergrundaktivität“, sagt Bjarki Kaldalóns Friis, Experte für Naturkatastrophen beim Isländischen Wetteramt, in einem Interview mit mbl.is über den Skaftá-Lauf, das offenbar beginnt.
Auf die Frage, ob bestätigt sei, dass es sich um einen Lauf handelt, antwortet Bjarki: „Mehr oder weniger lässt sich berechnen, dass es von Sveinstindur bis hinunter zur Ringstraße etwa 10 Stunden dauern wird.“
Der Verdacht kam gestern auf
Bjarki sagt, dass Leute im Auftrag der Wetterbehörde gestern in das Gebiet gereist seien, um die Situation zu überprüfen, weil die Farbe von Skaftá anzeigte, dass ein Lauf beginnen könnte.
„Dann war die Rede davon, dass ein mögliches Skaftárrhlaup entstehen könnte, und deshalb haben wir uns auch heute damit befasst. Durchfluss und Wasserstand stiegen um das Vierfache und seitdem ist es nur noch gestiegen. Aber es steigt im Moment nicht sehr schnell, aber verglichen mit dem, was normal ist, ist es schnell“, sagt Bjarki und fügt hinzu:
„Wir rechnen vielleicht mit einer Geschwindigkeit von bis zu 500 Kubikmetern pro Sekunde, vielleicht sogar mit bis zu 700 Kubikmetern.“
Es ist unwahrscheinlich, dass die Autobahn überschwemmt wird
Bjarki sagt auch, dass der Abfluss nicht bis zur Ringstraße fließe, dafür müsste der Durchfluss etwa 1000 Kubikmeter betragen.
„Es kann vor allem auf den Straßen, die entlang der Skaftá im Hochland verlaufen, ein wenig einschneiden, und das kann sich in die Felder eingraben und den Landwirten, die Tiere auf den Feldern haben, Probleme bereiten“, sagt Bjarki.
Warnt vor Camping am Ufer
In der Ankündigung des Meteorologischen Amtes zum Lauf warnte man vor Schwefelverschmutzung, aber Bjarki sagt, dass diese mit fließendem Wasser einhergeht.
„Es ist genau wie wenn wir über Ausbrüche auf der Reykjanes-Halbinsel sprechen. Befindet man sich in der Nähe von Quellen oder Senken in der Landschaft, kann sich dort Gas ansammeln. Gehen Sie also nicht in der Nähe des Ufers campen“, sagt Bjarki.
Die Wetterbehörde verfügt in der Gegend über keine Gaszähler, aber Bjarki sagt, dass der Geruch von Schwefel normalerweise ein guter Indikator für die Verschmutzung sei.
