Halla Haraldsdóttir, Glas- und bildende Künstlerin, besser bekannt als Halla Har, starb am 23. November im Landspítalan in Fossvogur im Alter von 89 Jahren.
Halla wurde am 1. November 1934 auf Siglufjörður geboren und wuchs dort auf. Ihre Eltern waren Guðrún Brynjólfsdóttir und Haraldur Sölvason.
Halla Har blickt auf eine lange Karriere als erfolgreiche Glas- und bildende Künstlerin zurück. Sie übte ihre Kunst mit großer Begeisterung und Energie aus. Sie studierte an der isländischen Handwerks- und Kunstschule und der Künstler Erró war dort ihr Hauptlehrer. Halla lebte eine Zeit lang in Dänemark, wo sie mit dem bekannten dänischen Künstler S. Edsberg zusammenarbeitete.
Unter der Anleitung von Errós entwickelte Halla ihr erstes Buchstabenmosaik, bei dem sie Papier in verschiedenen Farben bemalte und es in kleine Stücke riss. Diese Technik im Kunstschaffen ist in vielerlei Hinsicht einzigartig und wurde zu ihrem Markenzeichen.
Halla schlug ein neues Kapitel in der Kunstgeschichte isländischer Frauen auf, als sie 1975 eine Einzelausstellung im Kjarvalsstaður veranstaltete. Sie war die erste Frau im Land, die dort eine unabhängige Ausstellung veranstaltete. Halla war die erste Frau, die eine Einzelausstellung in Suðurnes veranstaltete, und wurde als erste Frau zur Stadtkünstlerin von Keflavík gewählt.
1978 kam es zu einem großen Wendepunkt in Hallas künstlerischer Laufbahn, als sie einer Einladung zur Zusammenarbeit mit der bekannten Glas- und Mosaikwerkstatt Dr. H. Oidtmann in Deutschland. Ihre Zusammenarbeit dauerte Jahrzehnte und es ist die Glaskunst, mit der sich Halla im Ausland einen Namen gemacht hat. Sie wurde aus einer Gruppe von 25 renommierten Künstlern ausgewählt, um Buntglasfenster für die Marienkapelle in Deutschland anzufertigen.
Hallas künstlerisches Schaffen war sehr vielfältig. Sie war eine produktive Künstlerin und man kann ihre Arbeiten in vielen Kirchen des Landes sehen. Halla war gleichermaßen begabt in Glas und bildender Kunst, und ihre Arbeiten sind sowohl an öffentlichen Orten als auch in Privathäusern zu finden.
Halla heiratete Hjálmar Stefánsson, Filialleiter der Landsbankin in Sandgerði, und sie hatten drei Söhne; Harald Gunnar der Musiker, Þórarin der Pilot und Stefán der inzwischen verstorbene Arzt. Es gibt 16 Nachkommen von Halla und Hjálmar.
