Lárus Þorvaldur Guðmundsson, ehemaliger Propst und Botschaftskaplan, starb letzten Dienstag, den 4. Juni, im Alter von 91 Jahren.
Lárus wurde am 16. Mai 1933 in Ísafjörður geboren. Er wurde Student am Akureyri College of Education und schloss sein Studium mit einem cand ab. Theologischer Abschluss an der Universität Island. Während seiner Studienzeit arbeitete er als Geschäftsführer der Volkspartei.
1963 wurde er in Skálholt zum Priester geweiht und im selben Jahr zum Gemeindepfarrer in Holtsprestakalli in Önundarfjörður ernannt. Er wurde 1978 Propst in der Diözese Ísafjörður und bis 1988 Mitglied der Pfarrei. Lárus war ein aktiver Teilnehmer der Westfjords-Gemeinschaft. Er arbeitete fleißig an Jugendthemen, gründete und leitete zusammen mit anderen Sommerlager in Núpi in Dýrafjörður und bis Holt in Önundarfjörður. Naturschutz lag ihm am Herzen und er spielte eine wichtige Rolle bei der Erstellung des Vestfjörður-Naturerberegisters.
Lárus war Mediator im Kreis V-Ísafjörður und Prüfer bei Núpsskóli in Dýrafjörður. Er war ein Gilwell-Pfadfinder und gründete zusammen mit anderen einen Pfadfinderclub in Flateyri. Er war einer der Gründer von Hjálm hf. Reederei in Flateyri und jahrelang Vorstandsvorsitzender dieser Firma. Lárus hatte viele Interessen, er hatte eine Privatpilotenlizenz und besaß sowohl ein Flugzeug als auch ein Boot. Beides nutzte er bei seinen offiziellen Aufgaben im Westen. Lárus war ein großer Naturliebhaber und scheute sich nicht, mit Langlaufskiern Berge, Täler und das Meer zu überqueren, um zu seiner Arbeit zu gelangen.
1989 wurde er zum Botschaftskaplan in Kopenhagen ernannt und war außerdem Aufseher im Haus von Jón Sigurðsson. Lárus wurde von Königin Margarete von Dänemark für seine Arbeit für die Isländer in Dänemark mit dem Dänenorden ausgezeichnet.
Lárus‘ Frau war Sigurveig Georgsdóttir, geb. 1930, gest. 2018. Lárus und Sigurveig hatten drei Kinder. Es gibt acht Enkel und fünf Urenkel.
Die Beerdigung von Lárus findet am Freitag, den 28. Juni, in der Digraneskirkja in Kópavogur statt 13.
