Pétur Kristinn Arason, Kunstsammler und Ex. Kaufmann im Faco/Levi’s-Laden, starb am 16. Dezember im Alter von 79 Jahren auf der Palliativstation des Landspítalan in Landakoti.
Pétur wurde am 17. August 1944 in Reykjavík geboren. Seine Eltern waren Ari Jónsson, ein Kaufmann, und Heiðbjört Pétursdóttir, eine Hausfrau. Pétur wuchs die ersten Jahre in Reykjavík auf, zog aber im Alter von 11 Jahren mit seiner Familie nach Kópavogin. Er ging jeden Sommer aufs Land und war an vielen Orten, unter anderem in Skagafjörður und Neskaupstaður. Pétur besuchte Ísakskóli und die Lehrerausbildungsabteilung der Lehrerschule und schloss sein Sekundarschulstudium an der Gagnfræðskóli Austurbær ab
Zusammen mit seinem Bruder Fjölnir übernahm Pétur den Betrieb des Bekleidungsgeschäfts seines Vaters, Fatagerð Ara og co., das Herrenbekleidung und individuelle Hosen herstellte. Das Geschäft trug die Abkürzung Faco und sie führten auch die Geschäfte Fons in Keflavík, Fönn in Neskaupstað und Fídó in Akranes. Faco kümmerte sich um den Vertrieb von Levi’s-Kleidung und erhielt später den Namen Levi’s Shop.
Neben dem Betrieb eines Ladens begann Pétur um 1960 mit dem Sammeln von Kunst. Er unternahm wöchentliche Geschäftsreisen und besuchte Museen in Amsterdam, London und anderen Städten. Anschließend leitete er einen Ausstellungsraum namens Krókur und arbeitete fünf Jahre lang. 1992 eröffnete er dann zusammen mit Ingólf Arnarsson in seinem Haus und seiner Frau Rögna Róbertsdóttir in Laugavegur 37 den Ausstellungsraum Ádra híð oder Second Floor.
Pétur und Ragna sammelten weiterhin zeitgenössische Kunst und eröffneten 2003 das SAFN-Museum für zeitgenössische Kunst auf drei Etagen desselben Gebäudes. Gleichzeitig verkaufte Pétur sein Franchise für Levi’s-Bekleidung und schloss den Laden. Sie betrieben das Museum in Zusammenarbeit mit der Stadt Reykjavík und es war bis 2008 für die Öffentlichkeit zugänglich. Ausstellungen aus Péturs Sammlung fanden auch in anderen Museen wie dem Museum of Modern Art, dem Island Museum of Art und dem Reykjavík Museum statt Kunst. Im Jahr 2014 eröffneten Pétur und Ragna zwei Ausstellungsräume; in der Bergstaðastræti 52 in Reykjavík und in der Levetzowstraße 16 in Berlin, an denen mehrere Jahre lang Ausstellungen stattfanden.
Pétur und Ragna heirateten 1969. Sie hatten die Söhne Pétur Ara, der vor einigen Monaten im Jahr 1967 starb, und Kjartan Ara, geb. 1972, bildender Künstler. Die Tochter von Kjartan und María Rúnarsdóttir ist Ísabella Róbjörg, geb. 2006.
