Das SÁÁ-Behandlungszentrum in Vík wird diesen Sommer aus Geldmangel geschlossen. Auch die Ambulanz bleibt für sechs Wochen geschlossen.
Sigmar Guðmundsson, Abgeordneter für Viðreisnar, machte gestern in einem Facebook-Beitrag auf das Problem aufmerksam und sagte, die Schließung sei Gleichgültigkeit gegenüber Menschen mit Suchterkrankungen. Es ist eine tödliche Krankheit, die nicht in den Sommerurlaub geht.
700 Personen auf der Warteliste
„Menschen, die diesen Sommer bei Vogi Hilfe suchen, erhalten keine Kontinuität in ihrer Behandlung.“ „Nach zehn Tagen auf Vogi wird nichts mehr angenommen, weder die Ambulanz noch Vík, bis nach einer Tischdecke und einem Teller“, heißt es in dem Beitrag.
Sigmar weist darauf hin, dass in SÁÁ 700 Personen auf der Warteliste stehen und in Krýsuvík etwa hundert Personen auf der Warteliste. Eine sechswöchige Sommerschließung wird dieses Problem noch verstärken.
„Ich empfinde das als Gleichgültigkeit gegenüber Menschen mit einer Suchterkrankung, denn der Gesundheitsminister hat mir im vergangenen Herbst im Parlament geantwortet, dass so etwas nicht noch einmal passieren würde.“
Gesundheitsminister hat von der Schließung nichts gehört
Sigmar sagt in dem Beitrag, dass er heute Gesundheitsminister Willum Þór Þórsson zu der Angelegenheit befragt habe. Dann überraschte ihn die Nachricht und Willum sagte, er habe noch nichts von der Schließung gehört.
Willum wies auch darauf hin, dass Gespräche zwischen SÁÁ und der Krankenversicherung im Gange seien. Ebenso arbeitet eine Arbeitsgruppe daran, eine Strategie für die Zukunft des Themas zu formulieren.
„Es ist alles schön und gut, aber die Menschen müssen auch heute noch versorgt werden.“ Menschen werden krank, obwohl Ausschüsse arbeiten und Verhandlungen laufen. Es ist einfach eine tödliche Krankheit und es gibt keine Sommerferien. Das ist verloren.“
