Der Verein ’78, eine Interessengruppe schwuler Menschen in Island, hat eine Erklärung abgegeben aufgrund der öffentlichen Debatte über die Präsidentschaftskandidaten. In der Erklärung beklagt die Organisation das Privatleben des ersten offen schwulen Präsidentschaftskandidaten wird zu einem zentralen Punkt in Gesprächen und Diskussionen gemacht.
Bjarndís Tómasdóttir, Vorsitzender des Vereins ‚78, sagt, die Organisation habe die Diskussion aufmerksam verfolgt und möchte darauf aufmerksam machen, dass das nicht in Ordnung sei.
„Natürlich haben wir gehofft, dass die Debatte nicht so weit gehen würde, aber wir waren darauf vorbereitet, weil sich die gesellschaftliche Debatte in den letzten Jahren verändert hat und die Leute es sich erlaubt haben, alle möglichen schmutzigen und hässlichen Dinge zu sagen.“ öffentlich“, sagt Bjarndís in einem Interview unter anderem mit.
Queere Menschen spielen ihr Privatleben oft herunter
In einer Mitteilung des Verbandes heißt es, dass sich in diesem Frühjahr erstmals ein offen schwuler Kandidat für das Präsidentenamt Islands gemeldet habe. Es handelt sich um eine historische Neuigkeit, wie sie noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre und auch heute noch wäre, wenn es nicht den unermüdlichen Kampf der letzten Jahrzehnte für eine gerechtere Gesellschaft gegeben hätte.
„Es ist ein großer Schritt und ein Zeichen dafür, wie weit wir im Kampf um die Rechte gekommen sind, aber das Hauptziel von Samtakin ’78 besteht darin, dass schwule Menschen sichtbar und anerkannt werden und in allen Bereichen der Gesellschaft die vollen Rechte genießen.“
Queere Menschen sind sich bewusst, dass sie auf ihr Privatleben reduziert und zum Hauptthema von Gesprächen gemacht werden, die sich um alles andere drehen sollten. Ein solches Verhalten zeugt von einer voreingenommenen Haltung, ob den Menschen dies bewusst ist oder nicht.“
Fördern Sie eine sachliche Diskussion
Der Verband sagt, es sei sehr enttäuschend, dass sowohl die allgemeinen Wähler als auch die Medien Baldur Þórhallssons Fähigkeit, das Amt des isländischen Präsidenten zu bekleiden, mit der Begründung unterschätzen, er sei schwul.
„Der Vorstand des Vereins ’78 fordert die gesamte isländische Gesellschaft auf, im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen an einer objektiven Diskussion festzuhalten und nicht in die Falle zu tappen, das Privatleben der Kandidaten zum Hauptthema zu machen.“
