Ein parlamentarischer Resolutionsvorschlag für eine Politik zur isländischen Unterstützung der Ukraine von 2024 bis 2028 wurde heute in Alþingi ohne Widerspruch mit 47 Stimmen angenommen.
Der Vorschlag wurde am 12. März von Bjarna Benediktsson, der damaligen Außenministerin und derzeitigen Premierministerin, dem Parlament vorgelegt und zielt darauf ab, Unabhängigkeit, Souveränität, Grenzschutz, Bürgersicherheit, humanitäre Hilfe und Wiederaufbauarbeiten in der Ukraine zu unterstützen.
Unterschiedliche Meinungen zum dritten Punkt der Politik
Es gab einige Diskussionen über den dritten Punkt der Politik, bei dem es darum geht, den Verteidigungskampf der Ukraine zu unterstützen, um die Sicherheit der Bürger und kritischer Infrastruktur zu gewährleisten.
Þórhildur Sunna Ævarsdóttir gehörte zu denjenigen, die über die Abstimmung sprachen und eine Bemerkung zu diesem Punkt machten und dass ein Teil dieser Hilfe aus dem Kauf militärischer Ausrüstung bestehe.
Arndís Anna Kristínardóttir Gunnarsdóttir stimmte zu und stimmte daher nicht für Punkt 3 der Richtlinie. Sie sagte, sie könne den direkten Kauf militärischer Ausrüstung durch Island nicht unterstützen.
Eyjólfur Ármannsson, Parlamentsabgeordneter der Volkspartei, vertrat jedoch eine andere Meinung und sagte, dass er insbesondere die Unterstützung des Verteidigungskampfs der Ukraine zur Gewährleistung der Sicherheit der Bürger und wichtiger Infrastruktur unterstütze, wie in Punkt 3 dargelegt.
Alþingi hat heute eine Politik zur Unterstützung Islands für die Ukraine gebilligt.
mbl.is/Sigurður Bogi
Kritisiert die Arbeitsweise des Auswärtigen Ausschusses
Þórhildur Sunna äußerte sich auch zur Behandlung des Falles bzw. dazu, dass der Vorschlag des Gremiums nicht zur Stellungnahme weitergeleitet worden sei.
„Wir haben dieses Verfahren kommentiert, da es nicht so ist, dass die Tatsache, dass ein bestimmter Ausschuss des Althingi sich über die Begründetheit einer Angelegenheit einig ist, bedeutet, dass das Volk keine Stimme zu dieser Angelegenheit haben sollte.“ Sind diese Arbeitspraktiken des Auswärtigen Ausschusses nicht vorbildlich?“
Darauf antwortete Diljá Mist Einarsdóttir, Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten.
Sie sagte, dass der Fall eine vorbildliche parlamentarische Behandlung erfahren habe und es daher eine Schande wäre, wenn Þórhildi unter anderem die Beteiligung ihres eigenen Parlamentsmitglieds im Ausschuss kritisieren würde, der die Behandlung des besagten Ausschusses ausdrücklich genehmigt habe.

