Kristín Jónsdóttir, Expertin für Naturgefahren beim Isländischen Meteorologischen Amt, sagt viele gute Nachrichten über den Ausbruch.
„Die gute Nachricht ist, dass die Lava nicht nach Süden in Richtung Siedlungen fließt. Es ist auch eine gute Nachricht, dass der Ausbruch deutlich nachgelassen hat. Ebenso ist es eine gute Nachricht, dass das Magma etwas entgast zu sein scheint, sodass wir keine starken Gassignale erkennen können.“
Das Wetter erschwert die wissenschaftliche Arbeit
Kristín sagt, dass das Wetter die Wissenschaftler nur neckt. Stürme und Unwetter haben dazu geführt, dass seit gestern Abend um fünf Uhr kein Forschungshubschrauber mehr über den Ausbruch geflogen ist.
Lassen Sie uns damit umgehen, indem wir eine automatische Drohne von Grindavík nach Norden verlegen, um den Ausbruch zu fotografieren. Auch die Küstenwache ist mit einer Drohne unterwegs, die filmen soll.
„Außerdem fordern wir regelmäßig Satellitenbilder an. Der Schnee kann für diese inSAR-Bilder, die Bewegungen auf der Erdoberfläche vergleichen, etwas ablenken. Wenn sich über dem Gebiet eine Schneedecke befindet, wird nur die weiße Fläche mit der weißen Fläche verglichen und daher werden nur geringe Ergebnisse erzielt. Allerdings können wir auf den Bildern sehen, wie das Lavafeld wächst. Dann sehen wir, wohin die Lava fließt und erhalten darauf basierend eine viel genauere Flächenschätzung“, sagt Kristín.
Immer noch ein enorm starker Ausbruch
Laut Kristína können Satellitenbilder nur zweidimensionale Informationen liefern, aber um dreidimensionale Informationen über den Ausbruch zu sammeln, sei man auf Flüge und Drohnen angewiesen. Dann können Sie das Ausmaß besser verstehen und Informationen über das Volumen der Eruption und darüber erhalten, wie sich der Lavastrom im Laufe der Zeit verändert.
Obwohl der Ausbruch heute deutlich nachgelassen hat, möchte Kristín Sie daran erinnern, dass er immer noch sehr groß ist.
„Obwohl es heute etwa 50 Kubikmeter pro Sekunde sind, ist es immer noch fünfmal mehr als der durchschnittliche Durchfluss bei den anderen Ausbrüchen auf der Reykjanes-Halbinsel.“ Das ist tatsächlich ein größerer Ausbruch.“
