Autor: Ástvaldur Lárusson
Æðarræktarfélag Æslands (ÆÍ) hielt am 18. November eine Generalversammlung in Keldnaholt ab. Insgesamt nahmen etwa sechzig Personen teil, davon über zehn über Telefonkonferenzgeräte.
In einem von mehreren Vorträgen des Treffens ging Elías Gíslason auf Vertriebs- und Marketingthemen ein. Es wurde festgestellt, dass der Verkauf von in Island hergestellten Eiderdaunendecken stark zugenommen hat. Im Jahr 2020 machten die Decken siebeneinhalb Prozent des Gesamtwertes aus, im Jahr 2022 stieg der Anteil auf über achtundzwanzig Prozent. Haupthandelsnationen sind Großbritannien, das rund siebenundvierzig Prozent der Decken kauft, und die Vereinigten Staaten, die fast neunzehn Prozent handeln.
Margrét Rögnvaldsdóttir, Vorsitzende von ÆÍ, sagt in einem Interview mit Bændabladíð, dass der Anstieg teilweise darauf zurückzuführen sei, dass Direktverkäufe über das Internet einfacher geworden seien. Das ist positiv, denn die Wertsteigerung wird hier in Island stattfinden.
Nach Angaben von Margréti gibt es im Land keine älteren Bestände an Daunen und der Preis war in letzter Zeit hoch. Japan war lange Zeit das größte Handelsland mit Rohdaunen, doch im vergangenen Jahr ging der größte Export nach Deutschland.
Die Versammlung verabschiedete außerdem einen Beschluss, in dem der Gesetzentwurf zur Aufhebung des Gesetzes zur Qualitätsbewertung von Eiderdaunen scharf kritisiert wird. Dieses Gesetz besagt, dass alle Eiderdaunen vor dem Vertrieb auf dem Inlandsmarkt oder für den Export von gesetzlich vorgeschriebenen Daunengutachtern beurteilt und gewogen werden müssen.
Margrét sagt, es habe keine Konsultation mit ÆÍ gegeben und es bestehe unter den Mitgliedern Einigkeit darüber, das Gesetz nicht auf einen Schlag zu verlieren. Sie wurden aufgrund des Rufs der Eiderentenzüchter installiert, doch bis dahin wurden die Eiderdaunen, die Staub und Fremdkörper enthielten, exportiert.
