Der erste Neubau von Þorbjarna hf. für ein halbes Jahrhundert wurde gestern in Gijón, Spanien, ins Leben gerufen. „Obwohl sich in Grindavík in den letzten Monaten einiges getan hat, geraten wir noch lange nicht in Rückstand. „Wir wollen noch vor dem Fischertag ein neues Schiff nach Grindavíkurhöfn bringen und hoffentlich im Spätsommer mit dem Fischen beginnen“, sagt Gunnar Tómasson, Geschäftsführer von Þorbjarnar hf., in einer Pressemitteilung anlässlich des Stapellaufs.
Dieser neue Eisfischtrawler ist 58 Meter lang und 13,6 Meter breit und ist Þorbjarns erster Neubau seit 1967. Der Trawler ist nach Hulda Björnsdóttir benannt, die Þorbjörn zusammen mit ihrem Ehemann Tómas Þorvaldsson am 24. November 1953 gründete. Hulda arbeitete für die Unternehmen jederzeit.
„Der Rumpf wurde jetzt zu Wasser gelassen. Der nächste Schritt besteht darin, die Karosserie darauf zu platzieren und die notwendige Ausrüstung zu installieren. „Wir gehen davon aus, dass das alles bis zum Frühjahr abgeschlossen sein wird“, sagt Gunnar.
In den letzten Jahren hat Þorbjörn hf. Drei Linienschiffe und zwei Gefriertrawler wurden außer Betrieb genommen, stattdessen hat das Unternehmen einen Gefriertrawler aus Grönland und einen Eisfischtrawler von den Vestmanna-Inseln gekauft. Diesmal wurde jedoch beschlossen, ein Schiff nach den Bedürfnissen des Unternehmens zu bauen, aber Hulda Björnsdóttir wurde von Sævar Birgisson entworfen, einem Schiffstechniker beim Ingenieurbüro Skipasyn ehf. in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern von Þorbjörn. Verantwortlich für den Bau war die Werft Armon in Gijón.
Starker Fokus auf Reduzierung des Energieverbrauchs
In der Ankündigung heißt es, dass bei der Konstruktion des Schiffes großer Wert auf die Reduzierung des Energieverbrauchs und damit auf die Minimierung seiner Umweltauswirkungen gelegt wurde. „Der Hauptmotor des Schiffes, der rund 2400 KW leisten wird, wird einen Propeller mit einem Durchmesser von 5 Metern antreiben. Die Größe und Drehzahl des Propellers wird geringer sein als bisher bei älteren Fischereifahrzeugen ähnlicher Größe bekannt. Das Schiff wird daher besonders treibstoffeffizient sein und damit zu den treibstoffeffizientesten Schiffen dieser Kategorie gehören. Dann wird das Schiff für den Fischfang mit zwei Bodenstrahlrudern gleichzeitig ausgestattet und die Ankerwinde wird mit Strom betrieben.“
Von links: Gunnar Tómasson – Manager von Þorbjarnar, Friðrik J Arngrímsson, Hrannar Jón Emilsson, Ottó Hafliðason, Hjörtur Ingi Eiríksson, Sævar Birgisson, Ægir Óskar Gunnarsson und Þórhallur Gunnlaugsson.
Foto/Þorbjörn hf.
Besonderer Wert wird auch auf die Seetüchtigkeit des Schiffes im Hinblick auf Sicherheit und verbesserte Arbeitsbedingungen gelegt. Wir haben darauf hingearbeitet, dass die Ausrüstung der Besatzung so gut wie möglich ist und alle Besatzungsmitglieder über eigene Wohnräume und sanitäre Einrichtungen verfügen.
„Die größte Veränderung gegenüber den älteren Schiffen von Þorbjarnar hf. Was die Verarbeitung und Aufbereitung des Fangs betrifft, erfolgt die automatische Sortierung des Fangs auf dem Verarbeitungsdeck des Schiffes und die Endbearbeitung des Fangs in Fischtanks an einem Ort auf dem Verarbeitungsdeck. Von dort fährt der Ofen in Aufzügen zu einem Zug hinab, und die Zugarbeiten werden ausschließlich von einem ferngesteuerten Gabelstapler durchgeführt, der auf einem Oberbalken im Schiffszug gleitet. „Neben dem Transport und Stapeln von Fischtanks wird der Gabelstapler auch zum Entladen des Schiffes bei der Ankunft im Hafen eingesetzt“, heißt es in der Ankündigung.




