„Wir waren nicht entschlossen, die Wahl fiel zwischen drei Parteien“, sagt der Fußballspieler Guðmundur Andri Tryggvason, der heute zusammen mit Valgerði Guðnýja Ingvarsdóttir und ihrem Sohn Emil Andra Guðmundsson in der Hlíða-Schule zur Abstimmung kam.
„Aber wir waren uns trotzdem einig“, wirft Valgerður ein.
Auf Nachfrage sagt das Paar jedoch, dass sie den Wahlkampf nicht genau genug verfolgt hätten und dass es das erste Mal sei, dass sie zur Wahl gingen.
„Wir haben uns gestern die Debatte angehört und dann bin ich zu einem Schluss gekommen. Ich war wirklich entschlossen, aber als ich mir das gestern anhörte, wurde ich noch entschlossener“, sagt Guðmundur Andri.
Vermeiden Sie Propaganda
Askur Árnason und Jóhann Jóhannson waren heute Morgen ebenfalls in Hlíðskóli anwesend, um abzustimmen, als ein Journalist ihr Gespräch mitbekam.
„Es ist ungefähr 50/50. Das wird sich wohl entscheiden, wenn ich eingreife. Ich habe bereits entschieden, warum ich wähle, bin mir aber nicht sicher, wen ich wähle“, sagt Askur.
„Ich denke, ich werde für Baldur stimmen.“ Ich glaube, es hat noch nie einen schwulen Präsidenten auf der Welt gegeben. Wenn das also Realität wird, wird Island an erster Stelle stehen. So wie damals, als Vigdís Finnbogadóttir die erste Präsidentin wurde“, sagt Jóhann.
Auf die Frage, ob sie den Kampf aufmerksam verfolgt hätten, fielen die Antworten unterschiedlich aus.
„Ich versuche, Meinungsumfragen und dergleichen keine große Aufmerksamkeit zu schenken, weil das alles auch so viel Anreiz und Propaganda ist.“ Jeder versucht zu beeinflussen, wen man wählt, also versuche ich, mich davon fernzuhalten“, sagt Askur.
„Also ja und nein. Ich verfolge die Umfragen, denke aber immer daran, dass sie nicht immer einen Hinweis auf das tatsächliche Ergebnis geben. Sie berühren mich wirklich, aber sie sind eher etwas, das ich im Hinterkopf behalten muss, als dass ich ihnen folgen muss“, sagt Jóhann und fügt hinzu, dass er nicht mit dem Herzen abstimmt, sondern dass andere Überlegungen dahinterstecken.
„Ich versuche, strategisch abzustimmen und nicht danach, was „ideal“ sein könnte. Es ist sicher nicht so, dass Baldur im Herzen ist.

