Justizminister Guðrún Hafsteinsdóttir sagt, es sei sehr ernst, wenn Polizisten angegriffen und bedroht würden, sei es am Arbeitsplatz oder außerhalb der Arbeitszeit. Sie sagt, dass der Entwicklung sehr konsequent begegnet werden müsse, unter anderem durch eine Erhöhung der Zahl der Polizeibeamten und eine Verbesserung ihres Arbeitsumfelds.
Morgunblaðið berichtete Anfang dieser Woche, dass eine Polizistin aufgrund von Morddrohungen ihr Zuhause verlassen musste, dass das Auto eines Polizisten in Brand gesteckt und ein anderes beschädigt worden sei.
Grímur Grímsson, der Leiter der zentralen Polizeibehörde, äußerte sich in einem Interview mit Morgunblaðið besorgt über die zunehmende Gewalt in der Gesellschaft.
„Man versteht die Besorgnis der Polizisten, wenn sie angegriffen werden und ihren Familien nahestehen.“ „Es gibt gewisse Anzeichen dafür, dass es zu einer Verschärfung kommt, und es muss gehandelt werden“, sagt der Minister. „Diese Situation wird nicht toleriert. Dies ist eine verheerende Situation, die aber leider nicht einzigartig ist, da Polizisten in anderen Ländern damit zu kämpfen haben. Wir reagieren, wenn diese Realität plötzlich in unseren Garten eindringt.
Bei der Spezialeinheit wurden im vergangenen Jahr insgesamt 465 Anrufe registriert, bei denen es um das Mitführen von Waffen ging. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Durchschnitt der letzten drei Jahre um mehr als ein Drittel gestiegen.
