Die isländische Adlerpopulation zeigt auch im Jahr 2024 eine positive Entwicklung, wie das Institut für Naturwissenschaften mitteilt. Insgesamt brüteten in diesem Jahr mindestens 68 Adlerpaare erfolgreich. Dabei zogen 43 Paare mindestens 55 Jungvögel groß, von denen 51 markiert wurden. Die Zahlen ähneln denen des Vorjahres, als ebenfalls 43 Paare 56 Jungtiere aufzogen. Damit setzt sich das langsame, aber stetige Wachstum der Population fort. Aktuell leben etwa 90 Adler im westlichen Teil des Landes, von Faxaflói bis Húnaflói.
Überwachung durch GPS-Tracker liefert wertvolle Daten
Seit 2019 werden Adlerjunge im gesamten Nistgebiet mit GPS/GSM-Trackern ausgestattet. Diese Tracker liefern wichtige Erkenntnisse über Lebensräume und Wanderungen der Tiere. Bislang wurden insgesamt 72 Jungadler markiert, darunter 19 im Sommer 2024. Von diesen tragen noch 49 Vögel aktive Sender. Die gesammelten Daten helfen, Hauptflugrouten zu kartieren und wichtige Rückschlüsse auf die Nutzung einzelner Gebiete zu ziehen. Dies ist entscheidend, um potenziell gefährliche Bauvorhaben wie Windkraftanlagen besser zu planen und Lebensräume der Adler zu schützen.
Gefahren für die Adler
Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Adlerpopulation von Gefahren nicht verschont. Zu den häufigsten Todesursachen zählen Vogelgrippe, Kollisionen mit Stromleitungen, Bleivergiftung durch den Verzehr von Kadavern sowie Ertrinken. Auch Windräder könnten in der Zukunft eine Gefahr darstellen.
Titelfoto: NI Þorfinnur Sigurgeirsson
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