Erstarrtes Magma im Magmatunnel, der unter Grindavík verläuft, verändert die unterirdische Landschaft. Sollte sich in der Gegend eine weitere magmatische Intrusion bilden, ist es unwahrscheinlich, dass sie sich genauso verhält wie die letzte.
Das sagt Benedikt Gunnar Ófeigsson, Leiter der Deformationsmessungen beim isländischen Wetteramt.
Kann sich sehr schnell verfestigen
Laut Benedikts kann das Magma im Magmatunnel sehr schnell erstarren, wenn kein Magmazufluss erfolgt. Der Prozess könnte nur wenige Wochen dauern.
„Dieser Prozess begann sofort. Auf beiden Seiten befindet sich eine kalte Erdkruste und gleichzeitig begann es abzukühlen. Dann erstarrt das Magma von den Rändern zur Mitte hin“, sagt Benedikt.
„Das Magma gefriert dort, und je mehr Zeit vergeht, desto unwahrscheinlicher wird es, dass es noch mehr kann.“
Benedikt Gunnar Ófeigsson, Leiter der Verformungsmessungen beim Isländischen Meteorologischen Amt.
mbl.is/Eythór Árnason
Es ist unwahrscheinlich, dass es Grindavík auf dem gleichen Weg erreichen wird
Wenn ein ähnliches Ereignis jetzt beginnen würde, wäre es das Magma, das sich dort verfestigt hat – ist es dort?
„Ja, sie ist dafür Es verändert die Region sehr und insbesondere die Spannungssituation in der Region. Das heißt, es gibt dort keine Zugspannung mehr. Dieses Magma-Intrusion wird sich vermutlich etwas anders verhalten und es ist unwahrscheinlich, dass es auf die gleiche Weise wie am 10. November unter Grindavík und sogar unter das Meer gelangen kann.
Es ist naturgemäß schwierig, genau vorherzusagen, wie es sich verhalten wird. Es gibt verschiedene Möglichkeiten in der Situation. Wenn es erneut in die Sundhnúka-Kraterreihe eindringt, könnte sich das Magma weiter nach Norden bewegen.
Die Passage reichte dort nicht sehr weit, nicht bis nach Süden, und ebenso könnte es möglicherweise wahrscheinlicher sein, dass das Magma bei einem Vulkanausbruch und dann vermutlich in der Sundhnúka-Kraterreihe an die Oberfläche gelangt – in den Gebieten, die wir kennen Ich habe darauf hingewiesen, dass der Hagafell-Ausbruch der wahrscheinlichste Ausbruch sei.
Blick über die Lava bei Grindavík und Richtung Hagafell, wo ein Ausbruch als am wahrscheinlichsten gilt.
mbl.is/Eggert Johannesson
Der Schwarm könnte woanders suchen
Es ist nicht klar, wie viel Platz in diesen Gebieten für weiteres großes Magma vorhanden ist, bevor es ausbrechen muss.
„Aber es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass es gar nicht dorthin zurückgeht, sondern beispielsweise in das Spaltgebiet bei Eldvörp oder sogar bis nach Svartsengi. Es ist alles noch ein bisschen offen, was als nächstes passiert.
Benedikt weist jedoch darauf hin, dass eine Möglichkeit in der Situation darin besteht, dass dadurch der Ablauf der Ereignisse verlangsamt wird.
„Es ist nicht selbstverständlich, dass bald etwas passiert.“


