Magma in Svartsengi sammelt sich weiter – Ausbruch bleibt wahrscheinlich
Unter Svartsengi wächst die Magmaansammlung weiter. Das Wetteramt sieht einen neuen Ausbruch an der Sundhnúk-Kraterserie weiterhin als wahrscheinlichstes Szenario.
Unter dem Svartsengi auf Islands Reykjanes-Halbinsel setzt sich die langsame, aber stetige Magmaansammlung weiter fort. Nach aktuellen Berechnungen des isländischen Wetteramtes haben sich seit dem letzten Ausbruch im Juli 2025 inzwischen mehr als 25 Millionen Kubikmeter Magma im Untergrund angesammelt.
Die Bodendeformation hält mit etwa zwei Zentimetern Landhebung pro Monat an. Dadurch steigt der Druck im System kontinuierlich weiter. Das wahrscheinlichste Szenario bleibt laut Experten ein Magmastrom von Svartsengi in Richtung Sundhnúk-Kraterserie, der erneut einen Vulkanausbruch auslösen könnte. Die Vorwarnzeit könnte dabei wie in der Vergangenheit sehr kurz ausfallen – zwischen rund 20 Minuten und etwas mehr als vier Stunden.
Neue Satellitendaten bestätigen die anhaltende Landhebung im Bereich Svartsengi. Andere Regionen der Reykjanes-Halbinsel zeigen derzeit keine vergleichbaren Deformationssignale.
Die seismische Aktivität bleibt insgesamt niedrig, auch wenn in den vergangenen zwei Wochen eine leichte Zunahme kleiner Erdbeben entlang des Magmatunnels registriert wurde. Die meisten Erschütterungen bleiben weiterhin unter Magnitude 1.
Die Risikobewertung des Wetteramts bleibt unverändert und gilt vorerst bis zum 30. Juni 2026. Die Entwicklung wird weiterhin rund um die Uhr überwacht.
Für Island-Reisende und Einwohner der Region bleibt die Lage damit stabil, doch das Risiko eines erneuten Ausbruchs in den kommenden Wochen oder Monaten besteht weiterhin.
Titelfoto: Lavafeld an den Sundhnúk-Kraterreihe Anfang August 2025 / Mirjam Lassak
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