„Das hat weitreichende Auswirkungen auf die Schafzüchter“, sagt der Vorsitzende der Schafzüchter beim Bauernverband über den Sturm, der derzeit über das Land fegt. Landwirte sind zu dieser Jahreszeit so lange Stürme nicht gewohnt.
Schafzüchter mussten grasende Rinder in Schutzräume umsiedeln, doch die norwegische Wetterbehörde hat für weite Teile des Landes eine orangefarbene Warnung herausgegeben. Es wird nicht erwartet, dass der Sturm vor Ende der Woche vorüberzieht.
Es ist schwierig, Geld zurück ins Haus zu bringen
Eyjólfur Ingvi Bjarnason, Vorsitzender der Schafzüchter beim isländischen Bauernverband, sagt, die Situation habe weitreichende Auswirkungen auf die Schafzüchter.
„Das ist sehr schlecht für Schafe, da es sehr schwierig ist, Lämmer ins Haus zu bringen, und die Wahrscheinlichkeit einer Mastitis bei Mutterschafen steigt.“ Sie können gelieren und die Lämmer bekommen weniger Milch“, sagt Eyjólfur und fügt hinzu, dass sich dies auf das Fallgewicht auswirken kann, wenn es in diesem Herbst zur Schlachtung kommt.
„Das Wachstum der Lämmer verlangsamt sich und kommt zum Stillstand.“
Ungewöhnlich für die Jahreszeit
Eyjólfur sagt, solch langanhaltende Stürme seien zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich: „Die Menschen sind es gewohnt, mit Stürmen umzugehen, die einen halben Tag oder so etwas anhalten.“ Sie sind immer gekommen, aber wenn noch eine ganze Woche Zeit ist, wird es schon etwas überwältigend und eng in den Häusern. Es besteht die Gefahr, dass Lämmer verloren gehen.“
Er stellt jedoch fest, dass das Wetter nicht nur den Schafhaltern, sondern dem gesamten Betrieb zusetzt: „Ich weiß, dass vielerorts Fohlen eingebracht wurden und sie Fleischprodukte einbringen, die kurz vor dem Abkalben stehen.“
„Wird als langweiliger Frühling in Erinnerung bleiben“
Eyjólfur sagt, einige Landwirte seien besorgt, sagte aber, sie würden es gelassen hinnehmen: „Dies ist ein Projekt, mit dem sich die Leute nur herumschlagen, auch wenn sie Anfang Juni möglicherweise auf ein anderes Projekt gehofft hatten, als auf Hausgelder zu gehen.“
Laut Eyjólf ist der Zeitpunkt des Sturms schlecht, aber er kommt nach einem schwierigen Frühling.
„Der Frühling war vielerorts schwierig, weil es Anfang April enorm viel Schnee gab, es im Norden kalt ist und der Boden schon lange vereist ist. Es ist alles viel später und dies wird uns als ein langweiliger Frühling in Erinnerung bleiben.

