Der Direktor des isländischen Filmmuseums sagt, dass die Notwendigkeit einer Digitalisierung des Museums mit einer tickenden Zeitbombe verglichen werden könne. Sie hat einen Brief an den Haushaltsausschuss des Parlaments geschrieben, um auf die Gefahr aufmerksam zu machen, der Islands kulturelles Erbe im Film ausgesetzt ist, wie sie es ausdrückt, und fordert Mittel, um darauf zu reagieren. Schätzungen gehen von Kosten in Höhe von 250 Millionen ISK über einen Zeitraum von zehn Jahren aus, wenn das gesamte Íslands-Filmmuseum digitalisiert wird.
„Filmmaterial ist in Gefahr, beschädigt zu werden, und bei einigen Filmtypen beginnt dies bereits, und es besteht auch die Gefahr, dass das Material einfach in dem Format, in dem es vorliegt, gesperrt wird“, heißt es in dem Brief der Regisseurin Þóra Ingólfsdóttir.
Etwa 90 % des Inhalts der Filmbibliothek sind immer noch analog, also auf Film oder Tonband. Þóra sagt, es sei ein viel höherer Prozentsatz als in den Nachbarländern, und es gebe einen Wettlauf darum, das Filmerbe zu dokumentieren und es so vor der Zerstörung zu bewahren.
Die Uhr tickt ihrer Meinung nach, denn das Museum verfüge nun über Werkzeuge, um das betreffende Material in digitale Form zu übertragen. Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, ist zu erwarten, dass die Wartung solcher Geräte schwierig wird und es kostspielig wird, Material zur Digitalisierung ins Ausland zu schicken. „Darüber hinaus ist es noch zweifelhafter, das kulturelle Erbe einer Nation per Schiff dorthin zu schicken.“ anderen Ländern“, heißt es in dem Brief.
Das isländische Filmmuseum hat viele Male um zusätzliche finanzielle Beiträge gebeten, um diese Arbeit zu starten, allerdings mit wenig Unterstützung, so der Direktor.
Vor zwei Jahren wurde ein detaillierter Zehnjahresplan für die Digitalisierung erstellt, der mit der Bitte um Förderung für den Start an das Kulturministerium geschickt wurde. Es genügt zu sagen, dass aus dem Ministerium weder ein Husten noch ein Stöhnen zu hören war.
Die vollständige Berichterstattung finden Sie im heutigen Morgunblaði.
