Es besteht immer noch die Möglichkeit eines Ausbruchs über dem Magmatunnel bei Svartsengi, aber heute wurden seit Mitternacht fast 300 Erdbeben registriert.
Dies geht aus einer Mitteilung des isländischen Wetteramtes hervor. Es heißt auch:
„Gestern wurden rund 650 Erdbeben in der Nähe des Magmatunnels registriert, seit heute Mitternacht wurden fast 300 Erdbeben registriert. Die überwiegende Mehrheit der Erdbeben liegt unter der Stärke 1, das stärkste Erdbeben der letzten beiden Tage hatte jedoch eine Stärke von 2,7 in der Nähe von Hagafell. Die seismische Aktivität nimmt weiter ab.“
Land steigt weiter
Es heißt auch, dass GPS-Messgeräte zeigen, dass die Expansion bei Svartsengi anhält und dass in der Nähe des Magmatunnels immer noch Verformungen gemessen werden.
Allerdings gibt es Anzeichen dafür, dass sich das Expansionstempo verlangsamt, wenn man sich die Daten der letzten Woche ansieht. Allerdings ist es in diesem Stadium schwierig, die Daten zu interpretieren.
Denn andere Prozesse wie zum Beispiel Rissbewegungen bei Erdbeben oder die viskoelastische Reaktion der Erdkruste aufgrund regionaler Umwälzungen beeinflussen die Deformationssignale.
Ausbruch höchstwahrscheinlich im Gebiet zwischen Hagafell und Sýlingarfell
Basierend auf der neuesten Interpretation aller Daten besteht immer noch die Möglichkeit eines Ausbruchs über dem Magmatunnel. Magma entsteht am wahrscheinlichsten im Gebiet zwischen Hagafell und Sýlingarfell.
Mit abnehmender Verformung, seismischer Aktivität und Zufluss in den Schlot nehme die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs mit der Zeit ab, heißt es in der Mitteilung.
