Anzeichen von Landris auf der Halbinsel Reykjanes wurden kurz nach dem Ende des Ausbruchs am Litli Hrútur Anfang August dieses Sommers gemessen. Landris befindet sich in einer ähnlichen Lage wie vor dem Ausbruch am 10. Juli, der etwa vier Wochen andauerte. Neueste GPS-Messungen deuten nun auf eine Beschleunigung des Landriesen hin.
GPS-Messungen in Gónhól von Mai 2023 bis Oktober 2023. Auf der Grafik können Sie sehen, dass Landris im August wieder begonnen hat und jetzt 30 mm misst. Die blaue Linie markiert den Zeitraum, in dem sich das Magma bildete und sich der Oberfläche näherte, und die rote Linie markiert den Beginn der Eruption. Der Standort des Messgeräts (GONH) liegt südlich von Fagradalsfjall, wie auf der Karte unten zu sehen ist.
Die Wahrscheinlichkeit ist gestiegen, dass sich unter dem Fagradalsfjall ein neuer Magmatunnel bildet
Die ersten Modelle, die auf Satellitendaten basieren, deuten darauf hin, dass die Ausdehnung auf Magma zurückzuführen ist, das sich in einer Tiefe von etwa 10 km ansammelt. Der derzeit laufende Prozess ähnelt dem, was im Vorfeld früherer Magma-Intrusionen im Fagradalsfjall beobachtet wurde. Darüber hinaus zeigen Daten, dass die Verformungsrate in den letzten Wochen zugenommen hat.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter Fagradalsfjall ein neuer Magmatunnel bildet, ist gestiegen, und diese Entwicklung könnte in den kommenden Wochen oder Monaten stattfinden. Dies würde zu seismischer Aktivität führen, da sich Magma seinen Weg durch den spröden Teil der Erdkruste bahnt, was zu einer Eruption führen könnte.
Letzte Woche wurden auf der Reykjanes-Halbinsel etwa 520 Erdbeben registriert, und in dieser Woche wurden bisher mehr als 220 Erdbeben registriert. Letzte Woche wurden zwei Erdbeben der Stärke höher als 3 gemessen, eines mit einer Stärke von 3,3 westlich von Kleifarvatn und das andere mit einer Stärke von 3,2 etwa 5 km nordöstlich von Grindavík. Vor den Ausbrüchen im Fagradalsfjall im Jahr 2022 und im Sommer 2023 wurden wenige Tage vor dem Ausbruch, als sich der Magmakorridor der Oberfläche näherte, Tausende Erdbeben gemessen.
Bild, das die nahezu vertikale Verschiebung zwischen dem 7. August und dem 6. Oktober 2023 zeigt. Das Bild wurde aus Satellitendaten von Sentinel-1 (InSAR) abgeleitet. Die rote Farbe zeigt die Landhebung.




