📍 Reykjanes-Halbinsel – 16. Juli 2025
In der Nacht zum Mittwoch hat in der Sundhnúk-Kraterreihe zwischen Stóra-Skógfell und Sýlingarfell ein intensiver Erdbebenschwarm eingesetzt, begleitet von Anzeichen möglicher Magmabewegungen in der Erdkruste.
Über 300 Beben registriert
Seit Mitternacht wurden rund 300 Erdbeben in der Region gemessen. Die meisten davon traten in 4 bis 6 Kilometern Tiefe auf – ein Hinweis darauf, dass sich das Magma noch nicht an der Oberfläche befindet und dass es in diesem Stadium nicht an die Oberfläche gelangt, wie das isländische Wetteramt meldet. Die stärksten seismischen Aktivitäten verlagerten sich in den frühen Morgenstunden nach Norden – nördlich des Ursprungsbereichs des Schwarms.

Deformationen in der Erdkruste
Parallel zu den Beben zeigen GPS-Messungen und seismologische Daten Bodenverformungen, die auf eine Ausdehnung einer Magmakammer hindeuten. Diese scheint sich aktuell stärker in südlicher Richtung auszubreiten.
Geringe Verformung – aber zunehmende Aktivität
Obwohl die Bodenverformungen bislang noch gering ausfallen, nehmen sie sowohl südlich als auch nördlich des Erdbebenzentrums zu. Fachleute sehen darin einen Hinweis, dass sich Magma unter der Oberfläche bewegt, derzeit aber noch kein unmittelbarer Ausbruch zu erwarten ist.
Risikobewertung angepasst
Aufgrund der Entwicklung hat das isländische Wetteramt die Risikobewertung aktualisiert. Aktuell beobachten Expertenteams die Lage rund um die Uhr. Es gelten weiterhin erhöhte Vorsichtsmaßnahmen in der Region.
Saltylava.de informiert laufend über neue Entwicklungen rund um die seismische Aktivität auf der Reykjanes-Halbinsel.
Titelfoto Lavafeld hinter Sýlingarfell / © Mirjam Lassak
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