Grindavík hat nun auch im All einen festen Platz: Ein Asteroid im Gürtel zwischen Mars und Jupiter trägt seit Kurzem den Namen der isländischen Stadt – ebenso wie ein Krater auf dem Mars.
Grindavík ist nicht nur ein Ort auf Island – der Name der Stadt findet sich nun auch im Weltraum. Die Internationale Astronomische Union (IAU) hat den Namen (24090) Grindavík für einen im Jahr 1999 entdeckten Asteroiden offiziell bestätigt.
Nach Angaben der Website icelandatnight.is wurde der Himmelskörper am 29. Oktober 1999 im Rahmen des Catalina Sky Survey in Arizona (USA) entdeckt und zunächst unter der Bezeichnung 1999 UY8 registriert. Im August 2025 erhielt er schließlich den Namen Grindavík. Laut dem Geologen und Astronomie-Experten Sævar Helgi Bragason darf der Entdecker eines Asteroiden selbst einen Namensvorschlag einreichen – im Fall von Grindavík dürfte die internationale Aufmerksamkeit rund um die Stadt den Ausschlag gegeben haben.
Das Nomenklaturkomitee der IAU, das seit 1919 für die Benennung von Planeten, Monden und anderen Objekten im Sonnensystem zuständig ist, hat damit erneut einen isländischen Ortsnamen ins Universum getragen.
Grindavík auf dem Mars
Neben dem neuen Asteroiden trägt auch ein 12 Kilometer großer Krater auf dem Mars den Namen der Stadt. Er wurde auf Aufnahmen der Raumsonde Viking entdeckt und am 14. September 2006 von der IAU benannt. Nach den Regeln werden kleinere Marskrater nach Städten mit weniger als 100.000 Einwohnern benannt.
Sævar Helgi vermutet, dass ein Geophysiker oder Geologe den Vorschlag gemacht hat – wenig verwunderlich, da Grindavík selbst inmitten einzigartiger geologischer Landschaften liegt.
Fakten zum Asteroiden (24090) Grindavík
- Lage: Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter
- Entfernung zur Sonne: ca. 345 Millionen Kilometer
- Umlaufzeit: 3,57 Jahre
- Durchmesser: rund 3 Kilometer
- Zusammensetzung: Mischung aus Gestein und Metallen
Damit ist Grindavík nicht nur auf Island präsent, sondern auch auf dem Mars – und nun sogar zwischen den Sternen.
Titelfoto Grindavík / Mirjam Lassak
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