„Es ist ziemlich traurig zu wissen, dass Kabeljau das Fanggerät erlernt, aber Fischereiexperten mit langjähriger Universitätsausbildung sollten das nicht tun“, schreibt der Fischer Guðlaugur Jónasson in verwandter Artikel heute in Morgunblaði.
Dort behauptet er, dass Island seit vier Jahrzehnten jährlich etwa hundert Milliarden an Exporteinnahmen verloren habe, weil das norwegische Institut für Meeresforschung die Größe der nützlichen Bestände unterschätzt habe.
Zur Stützung seines Arguments verweist Guðlaugur darauf, dass der Fang, der mit Schleppnetzen betrieben wird, bei Bestandsmessungen in den sogenannten Trawlern des norwegischen Meeresforschungsinstituts nicht berücksichtigt wird. Er weist darauf hin, dass mehrere Studien ergeben haben, dass ein großer Prozentsatz der Fische gar nicht in das Schleppnetz gelangt, sondern darunter.
Im Gegensatz zur Forschung
Guðlaugur verweist unter anderem auf eine norwegische Studie aus dem Jahr 2006, über deren Ergebnisse jedoch der Fischereiwissenschaftler Ólafur Arnar Ingólfsson einen Bericht verfasst hat. „Das Hauptergebnis war, dass ein Drittel des Kabeljaus, 24 % des Schellfischs und 7 % der Plötze nicht als Fang zurückkamen, sondern in einen Fangsack unter dem Schleppnetz gelangten. „In der Mehrzahl waren dort kleinere Fische“, versichert Guðlaugur.
Auch das Ergebnis einer Studie – die im November 2022 auf der Árna Friðrikson HF-200 durchgeführt wurde und sich mit der Untersuchung des Verhaltens von Grundfischen vor einem Grundfresser beschäftigte – zeigte, dass über die Hälfte des Kabeljaus unter das Schleppnetz gelangte sowie ein Drittel des Schellfischs und ein beträchtlicher Prozentsatz anderer Arten.
„Dies ist Hafrós erste Studie über das Verhalten von Grundfischen vor einem Grundschleppnetz mit einem Fangsack unter dem Schleppnetz, obwohl sie seit 40 Jahren Grundschleppnetze für Bestandsgrößenmessungen und Angelratschläge verwenden.“
Guðlaugur sagt, dass trotz Kenntnis der Ergebnisse von Studien, „die zeigen, wie viel Fisch nicht in Schleppnetzen landet, die isländische Seeschifffahrtsbehörde seit 1985 nichts an ihren Annahmen für die Berechnung der Populationsgröße geändert hat.“
„Bevor das norwegische Meeresforschungsinstitut 1985 begann, die Bestandsgröße mit dem Trawler mit einem Grundtrawler zu messen und eine Fischereiempfehlung herausgab, fingen wir in Íslandsmiður jedes Jahr halb so viel Kabeljau. Der geschätzte Verlust an Exporterlösen ist auf diese Unterschätzung zurückzuführen.“ Der Bestandsumfang seit 1985 wird, berechnet zum heutigen Wert, auf 4.000 Milliarden geschätzt. Diese Zahl ist viel höher, wenn man den Multiplikatoreffekt in der Wirtschaft berücksichtigt“, sagt er.
Der Artikel kann vollständig in gelesen werden Die heutige Morgenzeitung.

