„Natürlich ist das ziviler Ungehorsam, aber wenn man nicht verhaftet wird, ist das meiner Meinung nach kein großes Verbrechen“, sagt Ólafur Benedikt Arnberg Þórðarson, der das Hotel Grindavík und das Restaurant Brúna in der Stadt betreibt. Es wurde ihm mit Verhaftung gedroht, wenn er über Nacht nicht Grindavik verlässt.
„Aber was jetzt in dem Fall passiert ist, ist, dass der Polizeichef nachlässt, ich habe ihn vorhin im Radio gehört, und er sagt Weihnachten zu Hause für die Grindavikinger voraus.“ Das ist genau das, was wir wollen“, sagt Ólafur weiter und rechnet nicht mit besonderen Konsequenzen aus dem gestrigen Polizeieingriff.
„Ich glaube, es ist jetzt vorbei und ich möchte einfach mein eigenes Geschäft eröffnen und Busse voller Leute zum Essen bringen.“ Dann steigt er in einen Bus und fährt weg, wie immer.
„Kann es nicht anders glauben“
„Sie waren ein wenig optimistisch, bevor alles zusammenbrach. Hier wurde für eine Erweiterung um 800 Quadratmeter gegraben, aber natürlich muss man auf die erhöhte Kreditwürdigkeit von Grindvíking und Grindavík warten“, fährt der Hotelmanager fort .Zwölf Jahre lang war er im Geschäft, leitete aber früher die Fischerei und die Fischverarbeitung und war außerdem Kapitän.
„Ich kann es nicht anders glauben“, sagt er, als er nach Grindvíkins Problemen und der Frage gefragt wird, wann sie nach Hause zurückkehren dürfen. „Es ist eine Sackgasse, aus der niemand herauskommen kann, und es sind natürlich die Behörden aller Art, die diesen Knoten lösen müssen.“ Bei all dem gibt es viel Gesagtes und Ungesagtes, und wenn es jetzt nicht aufhört, muss man nur aus dem Bett aufstehen und dann seine Lüge erkennen, und nicht alles hält dem Tageslicht stand. „Viele Menschen leben aufgrund der Überfüllung in zu kleinen Wohnungen und die Kinder sind unruhig und gelangweilt“, sagt Ólafur.
Das Managementsystem ist hoffentlich intakt
Er sagt, etwa 200 Häuser seien beschädigt, 30 bis 40 seien unbenutzbar, „sonst kann man alle zusammenleben.“ „Das Verwaltungssystem unten in Reykjavík ist hoffentlich intakt und man kann nur hoffen, dass sie noch vor Weihnachten nach Hause kommen können“, sagt Ólafur und bringt seinen Fall dann auf den Punkt:
„Ich entschuldige mich bei Grindvíkin für diese Unhöflichkeit, aber ich hoffe, dass ich ihnen stattdessen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes und erfolgreiches Jahr hier bescheren kann.“
