Die Zentralbank prognostiziert nun, dass die Inflation anhaltender ausfallen wird, als die Bank in ihren bisherigen Prognosen angenommen hatte. So lag die Inflation im ersten Quartal dieses Jahres im Durchschnitt bei 6,7 %, während die Bank in ihrer Prognose im Februar von einer Inflation von 6,3 % ausgegangen war. Für das zweite Quartal prognostiziert die Bank nun eine Inflation von 6 % und für das letzte Quartal des Jahres eine Inflation von 5,3 %. Þórarinn G. Pétursson, Chefökonom Der Zentralbankchef sagt, dass es einen Unterschied von einem Prozentpunkt zu früheren Prognosen gibt.
Dies gehörte zu den Themen, die in der heutigen Sitzung des geldpolitischen Ausschusses nach der Zinsentscheidung des Ausschusses zur Sprache kamen. Es wurde beschlossen, den Leitzins unverändert bei 9,25 % zu belassen.
Die Inflation ging im April auf 6 % zurück, hatte aber zuvor im März bei 6,8 % gelegen, und der Rückgang beträgt 3,9 Prozentpunkte gegenüber April letzten Jahres. Thorarinn wies darauf hin, dass die Inflation seit Januar 2022, kurz vor dem russischen Angriff auf die Ukraine, nicht niedriger gewesen sei.
Die zugrunde liegende Inflation beträgt jetzt 5 % und ist im Jahresvergleich um 2,5 Prozentpunkte gesunken. Die Inflation ohne Wohnimmobilien liegt bei 3,9 % und ist im Jahresvergleich um 4,8 Prozentpunkte gesunken.
Wohnraum und Dienstleistungen bleiben bestehen
Schaut man sich die Inflationszahlen genauer an, erkennt man, dass die Importgüter im Jahresvergleich um 1,7 %, die inländischen Güter um 5 % und die Wohnimmobilien um 13 % gestiegen sind. Auch die Dienstleistungen sind um 6 % gestiegen. Die Anzahl der Produktartikel ist in den letzten Monaten zurückgegangen, aber der Service war ziemlich hartnäckig und das Gehäuse hat einen Sprung nach oben gemacht, nachdem es im Jahr 2022 und bis Mitte 2023 einen konstanten Rückgang verzeichnete.
Þórarinn sagte bei dem Treffen, dass die Zentralbank in diesem Jahr nun mit einem stärkeren Anstieg der Immobilienpreise als in früheren Prognosen rechnet und dass unter anderem die Situation in Reykjanesi einen Einfluss darauf habe.
Prognose einer Inflation von 5,3 % zum Jahresende
Þórarin sagte, dass die Spannungen in der Volkswirtschaft größer seien, als in früheren Prognosen angenommen worden sei, was jedoch gegen die Tatsache abgewogen wurde, dass die Prognosen für die Entwicklung der Arbeitskosten gesunken seien und dass die importierte Inflation niedriger sei als geschätzt. Allerdings gelang es hier, die Inflation langsamer zu senken als in anderen Ländern.
Die Prognose der Bank geht nun davon aus, dass die jährliche Inflationsrate in diesem Jahr bei 5,9 % und am Jahresende bei 5,3 % liegen wird. Daher erwartet die Bank eine jährliche Inflation von 3,9 % im nächsten Jahr und 2,8 % im Jahr 2026.
