Island könnte im kommenden Jahr nicht am Eurovision Song Contest (ESC) teilnehmen, sollte die Europäische Rundfunkunion (EBU) Israel die Teilnahme erlauben. Das bestätigte der isländische Rundfunk RÚV auf seiner Jahreshauptversammlung.
„Wenn sich die Position der EBU nicht ändert und sie nicht auf die besorgten Stimmen aus unserem Land, Spanien, Slowenien und anderen Ländern reagiert, wird es wahrscheinlich eine Reaktion dieser Fernsehsender geben“, sagte Rundfunkdirektor Stefán Eiríksson im Gespräch mit Rás 2.
Derzeit bereitet sich Island noch auf eine Teilnahme am ESC vor. Der isländische Vorentscheid soll stattfinden, solange das Ergebnis des laufenden Konsultationsprozesses bei der EBU zufriedenstellend ausfällt. Eine Entscheidung wird bis Ende des Jahres erwartet.
Slowenien zieht bereits Konsequenzen
Am Wochenende hatte der slowenische Staatssender RTVSLO angekündigt, den Wettbewerb zu boykottieren, sollte Israel teilnehmen dürfen. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das israelische Staatsfernsehen und die Regierung, die nach Ansicht mehrerer Länder gegen die Grundwerte der EBU verstoßen.
Israelische Teilnahme umstritten
Stefán Eiríksson betonte, dass RÚV selbst nicht die Forderung erhoben habe, Israel vom Wettbewerb auszuschließen. Er halte eine Disqualifikation jedoch für möglich, da die Diskussionen in Europa zuletzt an Dynamik gewonnen hätten. „Ob das in den kommenden Wochen tatsächlich geschieht, bleibt abzuwarten“, so Eiríksson.
Bereits im Juli war auf der EBU-Hauptversammlung die israelische Teilnahme scharf kritisiert worden. Im Gegensatz zu Russland und Belarus, die nach dem Angriffskrieg auf die Ukraine dauerhaft ausgeschlossen wurden, sieht die EBU bisher keine Verletzung der Wettbewerbsregeln durch Israel.
In Island plant HS Orka, die geothermischen Ressourcen der Kraterkette Eldvörp über Pipelines an das Kraftwerk Svartsengi anzubinden. Die Leistung…