Menschen, die in der Kindheit ein Trauma erlebt haben, haben ein erhöhtes Risiko, im Erwachsenenalter psychische Störungen zu entwickeln, unabhängig von familiären Faktoren wie Vererbung und Umfeld während des Heranwachsens.
Dies sind die Ergebnisse einer Studie von Hilda Bjarkar Daníelsdóttir, einer Doktorandin der öffentlichen Gesundheitswissenschaften, die sie in den letzten zwei Jahren mit Forschern der öffentlichen Gesundheitswissenschaften an der Universität Island und dem Karolinska Institutet in Stockholm zusammengearbeitet hat.
Antworten von über 25.000 Zwillingen
Die Studie basiert auf Daten von 25.000 Zwillingen aus dem sogenannten schwedischen Zwillingsregister. Die Daten basieren auf den Antworten der Zwillinge auf einen detaillierten Fragebogen, der Fragen zu Kindheitstraumata enthielt. Anschließend wurde der Fragebogen mit Informationen zu Folgediagnosen psychischer Störungen verknüpft.
Eine bahnbrechende Studie
Hilda sagt, die Ergebnisse der Studie seien interessant. Das Material wurde schon lange untersucht, dieses spezielle Zwillingsformat wurde jedoch bisher noch nicht verwendet. „Wenn man Zwillingspaare vergleicht, bei denen ein Zwilling traumatisiert ist, der andere Zwilling aber nicht, kann man die Rolle der Genetik und anderer familiärer Faktoren ausschließen“, sagt Hilda und fügt hinzu, dass auf diese Weise eine Beurteilung möglich sei Einfluss des Traumas selbst auf die Entwicklung psychischer Störungen.
„Dies ist tatsächlich das erste Mal, dass eine Studie dazu in der Lage ist“, fügt sie hinzu.
Die vollständige Berichterstattung finden Sie im heutigen Morgunblaði.
