Die seismische Aktivität nahm ab heute Morgen um fünf Uhr in Eldvörp auf der Halbinsel Reykjaness, die etwa sechs Kilometer von Þorbirn entfernt liegt, wieder zu, nachdem die Aktivität gestern nachgelassen hatte. Das stärkste Erdbeben hatte heute Morgen kurz vor sechs Uhr eine Stärke von 4,2 und war in bebauten Gebieten deutlich zu spüren.
Nach Angaben des isländischen Wetteramtes wurden seit Mitternacht 940 Erdbeben registriert. Landris bewegt sich mit der gleichen Geschwindigkeit wie Þorbjörn weiter, aber es gibt keine klaren Anzeichen dafür, dass sich das Magma der Oberfläche nähert. In einer Mitteilung der norwegischen Wetterbehörde ist mit anhaltender seismischer Aktivität in der Region zu rechnen.
Touristen sollten informiert werden
In unseren Abendnachrichten wurde gestern von Touristen gesprochen, die gerade aus der Lagune gekommen waren und nicht gut informiert zu sein schienen. Einige sagten, sie hätten bei ihrer Ankunft am Stausee Informationen über Erdbeben erhalten. Helga Árnadóttir, Vertriebs-, Betriebs- und Serviceleiterin des Bláa lónin, sagt, dass zu Beginn der Erdarbeiten großer Wert darauf gelegt wurde, die Besucher über die Situation zu informieren.
„Nach Ihrer gestrigen Meldung haben wir die Situation natürlich gesondert untersucht“, sagt Helga und fügt hinzu, dass es eine große Überraschung sei, dass nicht alle Touristen informiert seien. „Leider war gestern in einigen Fällen klar, dass die Situation anscheinend nicht offengelegt wurde, aber wir haben in Zukunft erneut darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, alle zu informieren und alle Arbeitsabläufe mit unseren Mitarbeitern zu überprüfen“, sagt sie außerdem.
Auf die Frage, ob Touristen nach der Information zurückgekehrt seien, sagt Helga, dass ihr das nicht aufgefallen sei. „Soweit ich weiß, ist niemand zurückgekehrt, und die Erfahrung zeigt, dass die Besucher es wirklich zu schätzen wissen, die Informationen zu erhalten und gleichzeitig Verständnis für die Situation zu zeigen.“
Der Zivilschutz hat den Vorbereitungsstand seit Beginn der Ausgrabungen nicht verändert. Helga sagte gestern gegenüber einer Nachrichtenagentur, dass es derzeit keinen Grund gebe, den Stausee zu schließen. „Wenn es passieren sollte, dass sie die Bereitschaftsstufe erhöhen und der Polizeichef in Suðurnesjar dann möglicherweise eine Evakuierung fordert, würden wir natürlich darauf reagieren“, sagt Helga. Die Situation wird genau beobachtet und der Stausee folgt den Anweisungen der Behörden in vollem Umfang.
