Nach Ansicht von Zentralbankgouverneur Ásgeir Jónsson ist es in Bezug auf die Finanzstabilität in diesem Land gelungen.
Beim Briefing der isländischen Zentralbank heute Morgen zur Stellungnahme des Finanzstabilitätsausschusses wurde gefragt, ob die Entwicklung in Island nach dem Ende der Pandemie nicht ein Zeichen dafür sei, dass bei der Wahrung der Finanzstabilität Erfolge erzielt wurden.
„Es ist noch nicht vorbei“
„In Skagafjörður heißt es, dass man ein halb eisernes Pferd nicht loben kann“, sagte Ásgeir und fügte hinzu, dass das Gleiche auch für die Finanzstabilität gelte. Der Abschwung würde dort bleiben. Die Verschuldung im System hätte deutlich gesenkt werden können und die Eigenkapitalquote der Haushalte im Wohnungsbau wäre deutlich gestiegen.
Gunnar Jakobsson, stellvertretender Gouverneur für Finanzstabilität, und Haukur C. Benediktsson, Direktor für Finanzstabilität, nahmen an dem Treffen teil.
mbl.is/Kristinn Magnússon
Ásgeir sagte, die Bank sehe kein Ungleichgewicht im System. Es wäre positiv und es gäbe keine größeren internen Risikofaktoren im System. „Aber es ist noch nicht vorbei“, sagte er und wies darauf hin, dass die Zinsen immer noch sehr hoch seien und die Realzinsen steigen, was das Finanzsystem belasten würde, selbst wenn die Wirtschaft nachlässt.
„Die Tatsache, dass es die Wirtschaft zu bremsen und die Expansion zu drosseln scheint, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer sanften Landung, was gut für die Finanzstabilität ist“, berichtete Ásgeir.
Positive Nachrichten zu Tarifverhandlungen
Er sagte auch, dass die kürzliche Unterzeichnung der Tarifverträge eine positive Nachricht aus Sicht der Finanzstabilität sei. Dies erhöht die Vorhersehbarkeit.
Allerdings wies der Bankmanager darauf hin, dass die Isländer auf die Geschehnisse im Ausland angewiesen seien. Obwohl es den Anschein hat, dass das Finanzsystem solide ist, ist immer mit Schocks aus dem Ausland zu rechnen. Es wäre gut, darauf vorbereitet zu sein.

