Brúarfoss: Neuer Parkplatz und Toilettenanlagen geplant
Für den Parkplatz am Brúarfoss liegt ein neuer Bebauungsplan vor. Geplant sind mehr Stellplätze, Toiletten, zusätzliche Besucherinformationen und Busparkplätze. Die Finanzierung soll über die bereits erhobenen Parkgebühren erfolgen.
Am beliebten Wasserfall Brúarfoss in der Gemeinde Bláskógabyggð stehen größere Infrastrukturmaßnahmen bevor. Ein neuer Bebauungsplan für das Gebiet Hlauptunga befindet sich derzeit in der Offenlegung. Ziel ist es, dem steigenden Touristenaufkommen gerecht zu werden und gleichzeitig die Natur zu schützen.
Der Gemeinderat von Bláskógabyggð hat dem Entwurf für einen neuen Bebauungsplan für einen Parkplatz unweit des Brúarfoss-Wasserfalls zugestimmt. Das Planungsgebiet umfasst rund 826 Quadratmeter im Land von Hlauptunga. Der Entwurf liegt bis zum 19. Juni 2026 zur öffentlichen Einsichtnahme und Kommentierung aus.
Parkgebühren finanzieren den Ausbau
Auf dem Gelände befinden sich bereits ein Schotterparkplatz sowie eine Zufahrtsstraße. Die Grundeigentümer erheben dort bereits Parkgebühren und beabsichtigen, die Einnahmen direkt in die Modernisierung und den Ausbau der Infrastruktur vor Ort zu investieren.
Zu den wichtigsten geplanten Maßnahmen gehören:
Asphaltierung bzw. Befestigung der Parkflächen mit dauerhaftem Straßenbelag.
Errichtung eines neuen Servicegebäudes, in dem moderne Toilettenanlagen untergebracht werden. Bau einer biologischen Kläranlage für die Sanitäranlagen.
Aufstellung von Sitzgelegenheiten und Tischen
Verbesserung der Informations- und Sicherheitshinweise vor Ort, insbesondere zur Warnung vor lokalen Gefahren.
Platz für über 90 Autos und Busse
Der detaillierte Lageplan sieht eine strukturierte Aufteilung vor, um den Verkehrsfluss und die Sicherheit zu optimieren:
94 Pkw-Parkplätze (aufgeteilt in zwei Zonen: einmal 42+3 Plätze und einmal 52 Plätze).
3–4 Busparkplätze in einer eigens dafür vorgesehenen Wendeschleife.
Ein festgelegtes Baufeld für das bis zu 20 Quadratmeter große Servicegebäude mit einer maximalen Firsthöhe von 5 Metern.
Aus den Planungsunterlagen: – Die braune Linie markiert den historischen Königsweg von 1907, der als geschütztes Kulturgut knapp außerhalb der Hauptbauzone verläuft. – Die blau gestrichelte Linie kennzeichnet das exakte Feld, innerhalb dessen das neue Servicegebäude/Toiletten errichtet werden darf. – Die grau schattierten Flächen kennzeichnen die Verkehrsflächen – also die Zufahrtsstraße sowie die Pkw- und Busparkplätze, die Asphalt oder feste Decke erhalten. – Die blau schraffierte Fläche im Hintergrund markiert das sensible Natur- und Landschaftsschutzgebiet entlang des Flusses Brúará.
Fokus auf Naturschutz und Historie
Da sich das Planungsgebiet in einem natürlichen und gesunden Birkenwald befindet, wird im Bebauungsplan größte Priorität auf die Minimierung von Bodeneingriffen gelegt. Alle Baumaterialien und Farben müssen sich optisch und ökologisch in die Umgebung einfügen.
Zudem wird strikt darauf geachtet, dass die Arbeiten den Schutzbereich des historischen Konungsvegur (Königsweg) aus dem Jahr 1907 nicht beeinträchtigen. Dieser verläuft in unmittelbarer Nähe und kreuzt den aktuellen Fußweg nahe dem Fluss.
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