Planst du einen Roadtrip durch Island? Dann ist diese öffentliche Island-Toiletten-Karte dein wichtigster Begleiter. Denn spätestens nach der zweiten Tasse Kaffee und 100 Kilometern Piste rückt eine ganz andere „Sehenswürdigkeit“ in den Fokus: das stille Örtchen. Damit dein Island-Abenteuer nicht zur stressigen Suche im Nirgendwo wird oder du vor einem „Kacken verboten“-Schild landest, habe ich dir hier alles zusammengefasst. An vielen Orten mit Parkgebühren sind WC inkludiert, ansonsten rechne mit Gebühren zwischen 200 und 400 ISK (ca. 1,40 € bis 2,80 €).
Tankstellen entlang der Ringstraße: Deine treuesten Freunde
Die großen Ketten wie N1, Olís und Orkan sind deine inoffiziellen Rettungsanker. In Island sind sie oft Tankstelle, Supermarkt, Postamt und sozialer Treffpunkt in einem. Die Toiletten dort sind meist kostenlos, modern, beheizt und sauber. Im Gegenzug kannst du einen der legendären Hotdogs oder ein paar Snacks kaufen, wenn du die Einrichtungen nutzt. Ein fairer Deal, oder?
Besucherzentren, Cafés und Touristenattraktionen: Kultur trifft Komfort
An den großen Highlights wie dem Gullfoss oder im Þingvellir-Nationalpark gibt es meist gut ausgebaute Anlagen. An vielen beliebten Orten zahlst du eine Parkgebühr. Oft ist die Toilettennutzung darin schon enthalten! In den gemütlichen Cafés des Landes darfst du meistens mal verschwinden, sei so lieb und frag kurz nach – ein Lächeln wirkt Wunder! Moderne Kartenleser sind Standard, aber für die ganz einsamen Wanderparkplätze solltest du zur Sicherheit immer ein paar isländische Münzen im Handschuhfach haben.
Freistehende Toiletten in Städten oder Campingplätze: Schlicht, aber funktional
Sie sind rar, aber manchmal triffst du auf freistehende Toilettenhäuschen an öffentlichen Plätzen oder Parkplätzen. Sie sind zweckmäßig und genau das, was du in dem Moment brauchst. Dann gibt es flächendeckend Campingplätze. Diese könntest du in deiner Not auch anfahren. Hier habe ich dir alle Campingplätze verlinkt.
Abgelegene Gebiete und Parkplatztoiletten: Wenn’s rustikal wird
Verlässt du die Hauptstraßen ins Hochland, wird es manchmal abenteuerlich. In Nationalparks oder an abgelegenen Wanderwegen findest du oft einfache Häuschen oder Chemietoiletten. Fließendes Wasser oder Heizung sind hier Luxus. Es ist funktional, oft etwas windig, aber nach einer langen Wanderung in der Kälte wirst du dieses kleine Häuschen trotzdem feiern wie ein 5-Sterne-Hotel.
Draußen auf dem Land? Wenn gar nichts mehr geht…
Eigentlich ist die Regel klar: Bitte benutze die offiziellen Toiletten. Aber Island ist groß und wenn du meilenweit von allem entfernt bist und die Natur unerbittlich ruft, musst du dich eben hinter einem Felsen verstecken. Aber wenn schon, dann bitte mit Anstand:
Such dir einen Platz weit weg von Wegen und Gewässern. Grab ein kleines Loch und deck es danach wieder ordentlich zu. Und ganz wichtig: Deine Taschentücher und der Haufen gehören danach in eine Tüte und in den nächsten Mülleimer! Es ist eklig, klar, aber immer noch besser, als wenn sie später wie kleine weiße Flaggen über die Lavafelder wehen – die Einheimischen hassen das zu Recht.
Pack das in dein „Notfall-Set“ für den Mietwagen
- Toilettenpapier & Feuchttücher: Sicher ist sicher, falls ein Häuschen am Ende der Welt mal nicht frisch aufgefüllt wurde.
- Mülltüten: Damit du keine Spuren in der empfindlichen Natur hinterlässt. Die Einheimischen (und die Elfen) danken es dir!
- Karte oder Smartphone: Da Island fast zu 100 % bargeldlos funktioniert, ist kontaktloses Bezahlen (Kreditkarte, Apple Pay, Google Pay etc.) dein wichtigstes Ticket zum WC.
- Etwas Münzgeld: Nur für den absoluten Notfall, falls doch mal ein einsames Häuschen noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen ist.
- Diese Karte: Speicher dir den Link am besten direkt als Lesezeichen auf deinem Handy ab!
Deine interaktive Toiletten-Island-Karte
Damit du unterwegs nicht lange rätseln musst, habe ich dir eine übersichtliche Karte erstellt. Darin findest du auf einen Blick alle Tankstellen, öffentlichen WCs am Straßenrand, Besucherzentren, freundliche Cafés oder Museen. Diese Karte ist die umfassendste, die du derzeit finden kannst. Aber wenn du ein neues Örtchen entdeckt hast oder eines geschlossen hat, dann gib Bescheid.
Du planst einen Trip in die Westfjorde?
Wenn du die Ringstraße verlässt und in die Westfjorde abtauchst, wird die Zivilisation deutlich dünner. In meinem Westfjorde-Guide habe ich dir über 250 Orte auf einer Karte zusammengefasst – von versteckten heißen Quellen und Robben-Spots bis hin zu geschichtsträchtigen Saga-Orten und fotogenen kleinen Kirchen. Damit findest du nicht nur die besten Restaurants und Unterkünfte, sondern erlebst auch die Kultur und Einsamkeit der Region, ohne lange suchen zu müssen.
👉 Hier geht’s zu meinem Westfjorde-Guide!