Die Hallgrímskirkja in Reykjavík, eines der bekanntesten Wahrzeichen Islands, hat eine Warnung vor Taschendieben ausgesprochen. Am Eingang des Gemeindesaals wurde kürzlich ein Schild angebracht, das Besucher darauf hinweist, auf ihre Wertgegenstände zu achten. Diese Maßnahme wurde nach mehreren Berichten über Diebstähle in der Kirche eingeführt, wie der Kirchenvorsteher Grétar Einarsson mitteilt.
„Die Polizei hat uns über mindestens drei Vorfälle informiert, bei denen Taschendiebe Touristen in der Kirche bestohlen haben“, erklärt Grétar im Morgunblaðið. Angesichts der großen Zahl an Besuchern habe man sich entschlossen, die Warnhinweise aufzustellen.

Vorsicht statt Nachsicht
„Es ist bedauerlich, dass wir zu solchen Maßnahmen greifen müssen. Aber uns ist es wichtiger, die Menschen zu warnen, als tatenlos zuzusehen“, sagt Grétar weiter. Die Entscheidung sei unabhängig von der Polizei getroffen worden und beruhe auf der eigenen Einschätzung der Kirchenleitung.
Taschendiebe unauffällig unter Touristen
Nach Angaben von Grétar sei es schwierig, die Diebe in der Menge der Besucher zu erkennen. „Diese Personen wirken wie ganz normale Touristen. Es gibt keine auffälligen Merkmale, die uns helfen könnten, sie zu identifizieren“, so der Kirchenvorsteher. Obwohl die Hallgrímskirkja mit Überwachungskameras ausgestattet ist, erschwert die Enge zwischen den Besuchern die Aufdeckung der Täter.
Mit den neuen Warnhinweisen hofft die Kirche, Touristen besser zu schützen und das Bewusstsein für potenzielle Gefahren zu schärfen.
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