RÚV-Vorstand fordert Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest 2026
RÚV fordert den Ausschluss Israels vom Eurovision 2026. Die Empfehlung geht nun an die EBU, die Anfang Dezember über Regeln und Teilnahme entscheidet. Islands eigene Teilnahme ist offen.
Der Vorstand des isländischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks RÚV hat gestern Nachmittag beschlossen, die Europäische Rundfunkunion (EBU) offiziell zu einem Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest (ESC) im kommenden Jahr aufzufordern. Das bestätigte Vorstandsvorsitzender Stefán Jón Hafstein nach der Sitzung bei RÚV.
Demnach stimmte die Mehrheit des neunköpfigen Gremiums – fünf Mitglieder – für eine Resolution, die der EBU empfiehlt, Israel vom Wettbewerb im Frühjahr 2026 auszuschließen. Hintergrund ist die anhaltende internationale Kritik an Israels Militäroperation im Gazastreifen.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Israels Teilnahme für heftige Kontroversen gesorgt. Die israelische Sängerin Eden Golan trat 2024 mit dem Titel „Hurricane“ an, begleitet von intensiven politischen Debatten.
Entscheidung der EBU fällt am 4. und 5. Dezember
Die EBU tagt Anfang Dezember in einer Generalversammlung. Dort sollen sowohl die Teilnahme Israels als auch die neuen ESC-Regeln besprochen werden. RÚV rechnet damit, dass die eigene Empfehlung rechtzeitig vorliegt und in die Diskussion einfließt.
Ob Island selbst antreten wird, falls Israel zugelassen bleibt, ist derzeit offen. Laut Hafstein soll dies in einer gesonderten Vorstandssitzung nach der EBU-Tagung entschieden werden.
Neben Island zeigen auch andere Länder deutliche Vorbehalte. Medienberichten zufolge haben sich Spanien, Irland und Slowenien bereits gegen eine Teilnahme am ESC 2026 ausgesprochen, sollte Israel nicht ausgeschlossen werden. Wie viele weitere Länder diese Position teilen, ist unklar.
Die Debatte um den diesjährigen Wettbewerb gilt als eine der heikelsten der vergangenen Jahre – und könnte die Teilnahmebedingungen des kommenden ESC erneut grundlegend prägen.
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