Der mögliche Schutz von Kjarvalshvammur wird derzeit vom Isländischen Denkmalamt geprüft. In der abgelegenen Bucht in Ostisland lebte der Künstler Jóhannes S. Kjarval und schuf dort viele seiner bekanntesten Werke. Wie Austurfrétt berichtet, laufen Gespräche mit Gemeinde und Museum über eine offizielle Unterschutzstellung.
Das Isländische Nationale Denkmalamt erwägt, das ehemalige Refugium des Künstlers Jóhannes S. Kjarval unter Schutz zu stellen. In der kleinen Bucht Kjarvalshvammur in Hjaltastaðaþinghá lebte und arbeitete einer der bedeutendsten Künstler Islands über viele Jahre hinweg und schuf dort zahlreiche seiner bekanntesten Werke.
WieAusturfrétt mitteilt, wurde die Idee eines Schutzgebietes bereits im Herbst von der Denkmalbehörde diskutiert. Laut Þuríður Elísa Harðardóttir, Denkmalpflegerin für Ostisland, ist der erste Schritt nun, mit allen Beteiligten ins Gespräch zu kommen – darunter die Grundstückseigentümer, die Gemeinde Múlaþing, der das Haus gehört, sowie das Museum von Ostisland, das das Gelände seit Langem betreut. „Es wurde bereits viel erreicht, aber die Arbeit geht weiter“, so Harðardóttir.
Ein formaler Schutzstatus würde Kjarvalshvammur zur Kulturerbestätte höchster Kategorie machen. Gebäude, Bauwerke und ihre Umgebung dürften dann ohne Genehmigung der Denkmalbehörde weder verändert, beschädigt noch abgerissen werden.
Der Zeitpunkt gilt als günstig: In diesem Sommer wurden umfangreiche Renovierungen am Künstlerhaus, dem Sommerhaus und dem Bootshaus abgeschlossen. Zudem wurde der Zugang durch einen neuen Parkplatz und erneuerte Hinweisschilder deutlich verbessert.