Nach dem tödlichen Unfall im Breiðamerkurjökull-Gletscher fordert der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses strengere Vorschriften für Eishöhlentouren. Trotz Sommerverbot im Nationalpark Vatnajökull führen einige Anbieter weiterhin Gruppen in gefährliche Höhlen.
Nach wiederholten Sicherheitsbedenken bei Eishöhlentouren hat Sigurjón Þórðarson, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Althingi, eine Überarbeitung der geltenden Vorschriften gefordert. Besonders Touren in natürliche Eishöhlen gelten im Sommer als riskant, werden von isländischen Tourismusunternehmen aber dennoch angeboten.
„Wir müssen diese und ähnliche Aktivitäten wie Tauchausflüge besser regulieren“, erklärte Sigurjón im Gespräch mit RÚV. Klare Verfahren und Kontrollen seien notwendig, um Unfälle zu verhindern. Erst nach tödlichen Zwischenfällen käme es sonst zu Handlungsdruck, was er vermeiden wolle.
Im vergangenen Jahr stürzte im Breiðamerkurjökull im Vatnajökull-Nationalpark eine Eishöhle ein, dabei kam ein Tourist ums Leben. In Folge dieses Unfalls wurden Touren im Nationalpark während der Sommermonate verboten. Außerhalb des Parks sind Eishöhlenführungen unter bestimmten Bedingungen jedoch weiterhin möglich.
Geophysiker Magnús Tumi Guðmundsson bezeichnete es als „inakzeptabel“, dass Ausflüge in natürliche Eishöhlen im Sommer weiterhin stattfinden. Risikobewertungen stufen diese Touren als gefährlich ein, dennoch hätten mehrere Anbieter ihre Programme über die Sommermonate hinweg fortgeführt.
Die Forderung nach strengeren Regeln soll nun in enger Abstimmung mit dem isländischen Tourismusverband diskutiert werden.
Titelfoto Eishöhle im Breiðamerkurjökull / Mirjam Lassak
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