Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen: Kamera-Wachtürme gegen Taschendiebstahl in Reykjavík
Die Polizei in Reykjavík hat in Reaktion auf einen starken Anstieg von Taschendiebstählen an belebten Orten der Hauptstadt temporäre Wachtürme errichtet. Diese Maßnahme soll die Prävention stärken und die Sicherheit sowohl für Einwohner als auch für Touristen erhöhen. In den Monaten April und Mai wurden 18 Fälle von Taschendiebstahl gemeldet.
Wachtürme bei Skólavörðustígur und Hallgrímskirkja
Wie Guðmundur Pétur Guðmundsson von der hauptstadtpolizei im Morgunbladid erklärt, sind die Türme mit Kameras ausgestattet und Teil eines Netzwerks von Überwachungssystemen, das von der Polizei und der Stadt Reykjavík gemeinsam betrieben wird. Ziel ist es, die Aufklärung von Taschendiebstählen zu verbessern, die sich in den letzten Monaten gehäuft haben.
„Die Kameras sind unsere Augen und Ohren an Orten, wo wir vorher keine hatten“, sagte Guðmundur. „Wir reagieren auf die Zahl der Fälle, die speziell in und um die Hallgrímskirkja sowie entlang des Skólavörðustígur, insbesondere im Regenbogenbereich, auftreten.“
Pilotprojekt zur Kriminalitätsprävention
Die Installation der Türme ist zunächst als dreimonatiges Pilotprojekt angelegt, dessen Effektivität nach dem Sommer neu bewertet wird. Laut Guðmundur sollen die Türme nicht nur die Kriminalitätsabschreckung verbessern, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken.
Obwohl die Maßnahme auf Zustimmung stößt, gibt es auch Kritik: Einige Bewohner beschreiben die Türme als visuelle Beeinträchtigung. Die Polizei hat jedoch darauf geachtet, die Türme an weniger prominenten Stellen zu platzieren, um das Stadtbild nicht zu stören.
Systematische Diebstähle durch ausländische Banden
Die Polizei beobachtet, dass viele der Taschendiebstähle von organisierten Gruppen begangen werden, die gezielt nach Island reisen, um dort zu stehlen. „Es gibt raffinierte Diebe, die systematisch vorgehen. Zwar wurden einige verhaftet, aber die Probleme bestehen weiterhin“, erklärte Guðmundur.
Positive Effekte bereits spürbar
Die Polizei betont, dass Aufnahmen von Kameras bereits heute ein wesentlicher Bestandteil der Ermittlungsarbeit sind – sowohl bei Taschendiebstählen als auch in anderen Fällen wie Verkehrsunfällen.
Die Ergebnisse des Pilotprojekts werden zeigen, ob die Türme dauerhaft Teil der Sicherheitsmaßnahmen in Reykjavík bleiben. Bis dahin bleibt abzuwarten, ob sich die Häufigkeit von Taschendiebstählen durch die erhöhte Überwachung verringert.
Diskutiert mit: Wie bewertet ihr die neuen Sicherheitsmaßnahmen? Sollten Überwachungssysteme in Reykjavík ausgebaut werden? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Titelfoto Kamerawachtürme am Skólavörðustígur – Regenbogenstraße mbl.is/Ólafur Árdal
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