Außenminister Þórdís Kolbrún Reykfjörð Gylfadóttir sagt, dass es für Island nicht optimal sei, aus dem EWR-Abkommen auszutreten. Sie sagt auch, dass internationale Zusammenarbeit in Zeiten der Instabilität im internationalen System wichtig sei. Dies wurde auf einem Forum anlässlich des 30. Jahrestages des EWR-Abkommens erklärt, das heute im Grand Hotel in Reykjavík stattfand.
Þórdís erläuterte, was das EWR-Abkommen für Island bewirkt hat, beispielsweise die Bereitstellung des Zugangs zum europäischen Binnenmarkt, was zu mehr Wachstum und Erfolg in Island beigetragen hat.
Dann richtete Þórdís seine Aufmerksamkeit auf diejenigen, die wollen, dass Island aus dem EWR-Abkommen austritt. Sie sagte, dass es nicht möglich sei, vom Tisch zu springen, wenn der rechtliche Rahmen des EWR nicht zu den isländischen Verhältnissen passe. Obwohl es immer besser gemacht werden kann, ist es für Island nicht ideal, das Abkommen zu kündigen. Das würde Isländer vom europäischen Binnenmarkt ausschließen.
Áslaug Arna Sigurbjörnsdóttir, Ministerin für Universitäten, Industrie und Innovation.
mbl.is/Sigurður Bogi
Island ist weiterhin führend im EWR
Auch Áslaug Arna Sigurbjörnsdóttir, Ministerin für Universitäten, Industrie und Innovation, hielt auf dem Forum eine Rede. Sie konzentrierte ihre Aufmerksamkeit darauf, wie nützlich das EWR-Abkommen für Island im Bereich Innovation und Bildung war.
Áslaug erwähnte auch, dass die Universitäten des Landes die Möglichkeit hatten, an der internationalen Zusammenarbeit mit ausländischen Universitäten teilzunehmen. Es hat isländischen Studenten die Möglichkeit gegeben, an einem Austauschprogramm im Ausland teilzunehmen, und isländische Universitäten haben ausländische Austauschstudenten willkommen geheißen.
Áslaug beendete seine Rede mit der Betonung, dass Island weiterhin eine führende Rolle im EWR-Abkommen einnehmen werde, insbesondere im Bereich Innovation und Bildung.

