Am Samstagabend wurde östlich von Sýlingarfell ein kurzlebiger, kleiner Erdbebenschwarm aufgezeichnet, der etwa eine Stunde andauerte. Trotz dieser seismischen Aktivität zeigten GPS-Messdaten, Glasfaserüberwachung und Bohrlochdruckmessungen in Svartsengi keine ungewöhnlichen Veränderungen, wie das isländische Wetteramt heute in seinem mit Spannung erwartetem Update mitteilt.
Solche kleineren Schwärme wurden bereits vor vergangenen Ausbrüchen der Sundhnúk-Kraterreihe beobachtet – unter anderem vor den Eruptionen im Mai und November 2024. Sie gelten als Hinweis darauf, dass der Druck im Magmaansammlungsgebiet weiter zunimmt, auch wenn der genaue Zeitpunkt eines nächsten Ereignisses weiterhin unsicher bleibt.
Fortschreitende Magmaansammlung unter Svartsengi
Deformationsmessungen der letzten Wochen belegen, dass sich das Land weiter hebt und Magma unter Svartsengi nachströmt. Die Hebungsrate scheint sich leicht zu verlangsamen. Seit dem Ausbruch vom 16. Juli haben sich schätzungsweise 12 bis 13 Millionen Kubikmeter Magma im System angesammelt – ein Volumen ähnlich der Menge, die beim letzten Ereignis freigesetzt wurde.
Aus Modellen geht hervor, dass die Obergrenze der kritischen Magmaansammlung bei etwa 23 Millionen Kubikmetern liegt. Sollte die aktuelle Rate anhalten, könnte dieser Wert bis Ende Dezember erreicht werden. Eine genaue Prognose bleibt jedoch aufgrund natürlicher Schwankungen schwierig.
Anhaltende Aktivität bei Krýsuvík
Auch in der Region Krýsuvík wird weiterhin tägliche seismische Aktivität registriert. Die dort gemessene Bodensenkung beträgt seit Anfang Juni etwa 50 Millimeter, gemessen an der GPS-Station im Móhálsadalur.
Risikokarte bleibt bis zum 28. Oktober gültig
Die aktualisierte Gefährdungskarte behält ihre Gültigkeit bis zum 28. Oktober, sofern sich die Aktivität nicht wesentlich verändert.
Titelfoto: Sýlingarfell in Svartsengi / Mirjam Lassak
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