Die Magmaansammlung unter dem Vulkangebiet Svartsengi dauert an, verläuft jedoch zunehmend langsamer. Das teilte Benedikt Gunnar Ófeigsson, Leiter der Abteilung für Deformationsmessungen beim Isländischen Meteorologischen Amt (Veðurstofa Íslands), gegenüber mbl.is mit.
„Wir müssen einfach abwarten und sehen, ob sich dieser Trend fortsetzt“, so Benedikt. „Die seismische Aktivität ist derzeit gering, und wir befinden uns in einer Art Wartezustand.“
Seit Beginn der vulkanischen Aktivität auf der Sundhnúk-Kraterserie im Dezember 2023 kam es zu neun Ausbrüchen, der letzte endete am 5. August 2025. Bis Ende Oktober hatten sich rund 14 Millionen Kubikmeter Magma unter Svartsengi angesammelt.
Betrachtet man die einzelnen Eruptionen seit März 2024, zeigt sich, dass die Menge des aus Svartsengi ausgetretenen Magmas stark schwankte – zwischen 12 und 31 Millionen Kubikmetern. Diese unregelmäßigen Werte deuten darauf hin, dass sich das System weiterhin in einem aktiven, aber unvorhersehbaren Zustand befindet.
Benedikt betont, dass trotz der aktuellen Ruhephase jederzeit mit einer Veränderung der Situation gerechnet werden müsse: „Es könnte jederzeit etwas passieren, das wieder für Schlagzeilen sorgt.“
Titelfoto: Lava im Sundhnjuka-Vulkankratergebiet mit Blick nach Grindavik / Mirjam Lassak
In Island plant HS Orka, die geothermischen Ressourcen der Kraterkette Eldvörp über Pipelines an das Kraftwerk Svartsengi anzubinden. Die Leistung…