„Nicht vertretbar, die Wanderwege 24 Stunden am Tag offen zu halten“
Es sei nicht vertretbar, Wanderwege 24 Stunden am Tag offen zu halten, so der Polizeichef. mbl.is/Kristinn Magnússon
Anton Guðjonsson /mbl schreibt
Der Zugang zum Ausbruchsgebiet Litli-Hrútur von Suðurstrandarvegur aus ist heute geöffnet, die Wanderwege zum Ausbruch werden jedoch von nun an jeden Abend um 18 Uhr gesperrt, solange der Ausbruch noch andauert.
Dies geht aus einer Mitteilung der Polizei in Suðurnes hervor.
„Aus Sicherheitsgründen werden die Wanderwege von Suðurstrandarvégur täglich um 18:00 Uhr gesperrt, oder je nach Fall früher oder später, wenn geöffnet. Diese Entscheidung gilt während des Ausbruchs am Berg Litli-Hrútur. „Die Vigdísarvallavegur-Straße wird gleichzeitig mit den Wanderwegen gesperrt“, heißt es in der Ankündigung.
Die Sperrung verlief gestern reibungslos, allerdings sei es laut Polizeichef „nicht vertretbar, die Wanderwege 24 Stunden am Tag offen zu halten“.
Personen betraten den Gefahrenbereich
Nach Angaben der Polizei gelangte eine beträchtliche Anzahl von Menschen in die Gefahrenzone östlich des Kraters und landete am Rand der Lava. Sie wurden weder von der Polizei noch von Rettungskräften verfolgt.
„Einzelne Touristen stellen nach wie vor ein Problem dar und folgen den Anweisungen des Einsatzteams nicht, es gelang jedoch nicht, die Menschen aus der Gefahrenzone zu bringen“, heißt es in der Mitteilung.
Ein Autofahrer wurde beim Fahren abseits der Straße in Lækjarvellir von Djúpavatn erwischt, mehrere Personen werden jedoch verklagt, weil sie den Anweisungen der Polizei nicht Folge geleistet haben.
Die Polizei weist darauf hin, dass der Berg Litli-Hrútur in einem gefährlichen Gebiet liegt und die Menschen dort auf eigene Gefahr unterwegs sind.
Ein paar erschöpft
Nach Angaben der Polizei lief die Eruptionswache letzte Nacht und bis in die Nacht hinein gut, es gab jedoch einige Fälle, in denen Menschen vom Weg genommen werden mussten, weil sie beim Gehen erschöpft waren.
Ein Reisender wurde von seiner Gruppe getrennt, wurde jedoch einen Berg hinunter verfolgt. Zwei Touristen wurden leicht verletzt und konnten versorgt werden. Zwei Personen wurden als vermisst gemeldet, konnten aber gefunden werden.
Letzte Nacht wurden Reisende auf der Meradalaleið wegen Luftverschmutzung abgewiesen. Die Moosbrände brennen immer noch und die Brandbekämpfung geht weiter.
Es war schwierig, Schichten zu besetzen
Die Zahl der Menschen auf Meradalaleið betrug gestern den Messungen zufolge 2.006 Menschen und 1.190, die ältere Wege nahmen.
Polizeibeamte, Retter, Ranger und Krankenwagen werden heute in der Gegend sein, aber es sei schwierig gewesen, die Ausbruchswächter zu bemannen, heißt es in der Ankündigung.
