In der Kraterreihe Sundhnúka ereigneten sich in der letzten Stunde über dreißig Erdbeben. Die Stärke des Erdbebens hat deutlich nachgelassen, zum Vergleich: Heute, als der Sturm seinen Höhepunkt erreichte, wurden zwischen 16 und 17 Uhr rund 130 Erdbeben gemessen.
Das sagt Salóme Jórunn Bernhardðsdóttir, Naturgefahrenexpertin beim isländischen Wetteramt.
Die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs heute Abend nimmt ab und es scheint, dass das Ereignis, das heute gegen 16 Uhr begann, nachlässt. Er ist jedoch noch nicht fertig.
Warten auf Daten von GPS-Messgeräten
Auf die Situation auf den Landrisi oder Landsigi in Svartsengi angesprochen, sagt Salóme, es sei noch zu früh, um etwas über die Situation dort zu sagen. Nach dem Ausbruch wurden keine GPS-Daten empfangen. Solche Informationen könnten Aufschluss über die Menge an Magma geben, die die Magmakammer unter Svartsengi verlassen hat.
Benedikt Gunnar Ófeigsson, professioneller Leiter für Verformungsmessungen beim Isländischen Meteorologischen Amt, sagte in einem Interview mit dem Nationalradio, dass zu Beginn des Magmaflusses eine kleine Verformung auf den Messgeräten aufgetreten sei, was darauf hindeutet, dass weniger Magma geflossen sei als zuvor Ereignisse, die zu Eruptionen führten.
