In dem Bus, der gestern Nachmittag in Öxnadal umkippte, befanden sich insgesamt 22 ausländische Touristen. Fünf wurden per Hubschrauber und Rettungsflugzeug nach Landspítalan transportiert und liegen dort auf der Intensivstation. Zwei werden an Beatmungsgeräte weitergeschlafen, sollen aber stabile Vitalfunktionen haben.
Dies geht aus einer Mitteilung auf der Facebook-Seite der Polizei im Nordosten hervor.
Alle aus Tschechien
In der Ankündigung heißt es, dass fünf Personen ins Krankenhaus in Akureyri eingeliefert wurden. Nähere Angaben zu den Verletzten liegen der Polizei derzeit nicht vor.
Nach einer ärztlichen Untersuchung erhielten die anderen Passagiere Hilfe durch die eröffnete Verpflegungsstation des Roten Kreuzes war in Akureyri und wurde dann bei der Suche nach einer Unterkunft unterstützt.
In der Ankündigung heißt es, dass die Reisenden alle aus der Tschechischen Republik stammten und dass die Polizei bezüglich des Unfalls mit dem tschechischen Konsulat in Island Kontakt aufgenommen habe.
Die Ermittlungen und Feldarbeiten wurden gestern Abend um vier Uhr abgeschlossen und die Straße anschließend wieder für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Es wird immer noch daran gearbeitet, den Unfallort und insbesondere das Öl, das nach Öxnadalsá gelangt ist, zu säubern.
„Die Untersuchung eines solchen Unfalls ist sehr umfangreich und zielt darauf ab, die Unfallursachen aufzuklären. Die Szene wird fotografiert, mit Drohnen aus der Luft fotografiert, mit einem 3D-Scanner gescannt, vermessen und die Trümmerverteilung erfasst. Die Straße selbst wird untersucht, ihre Oberfläche untersucht, Straßenränder, Markierungen und dergleichen. Anschließend wird das Fahrzeug selbst sorgfältig untersucht, Reifen, Lenkgetriebe, Bremsanlage und Fahrtenschreiber. Der Zustand und die Position der Sicherheitsgurte werden überprüft usw. „Der Zustand des Fahrers wird immer gesondert überprüft, seine Rechte und Erfahrung“, heißt es in der Mitteilung weiter.
Es gibt Hinweise darauf, dass einige Passagiere nicht angeschnallt waren
In der Mitteilung heißt es, es gebe Hinweise darauf, dass einige der Fahrgäste beim Überschlagen des Busses nicht angeschnallt waren und dass es Teil der Ermittlungen sei, darüber zu informieren.
Die Nordostpolizei untersucht den Fall, aber auch der Verkehrsunfalluntersuchungsausschuss führt eigene Ermittlungen durch.
Kristófer Hafsteinsson, Direktor der Polizei Akureyri, teilt mbl.is mit, dass die Untersuchung des Unfalls in vollem Gange sei. Er sagt, dass der Fahrer und die 22 Passagiere alle aus der Tschechischen Republik stammen und dass ein tschechisches Reiseunternehmen die Reise organisiert hat.

