Magnús Þór Jónsson, Vorsitzender des isländischen Lehrerverbandes, sagt, dass die Ergebnisse aus die PISA-Erhebung 2022, sind schlimmer als erwartet.
Magnús übernahm vor über zwei Jahren die Präsidentschaft des isländischen Lehrerverbandes, zuvor arbeitete er jedoch als Direktor von Seljaskóli in Breiðholt.
„Das sind Ergebnisse, die über das hinausgehen, was wir uns erhofft hatten. „Im PISA-Projekt gab es in den letzten 10 bis 15 Jahren eine Entwicklung, bei der Island und tatsächlich alle nordischen Länder sowie viele OECD-Länder rückläufig waren“, sagt Magnús Þór gegenüber mbl.is.
Ein Messgerät, auf das die Gesellschaft blickt
Magnús sagt, dass die Ergebnisse eine Art Fahrplan seien, der im gesamten Schulsystem ernst genommen werde.
„PISA ist eine Messgröße und wir müssen die Ergebnisse zusammen mit anderen Ereignissen lesen.“ Wir sind uns voll und ganz bewusst, dass es ein Messgerät gibt, auf das die Gesellschaft schaut, und wir werden uns die Daten auf jeden Fall genauer ansehen, sowohl Schwächen als auch diese Stärken, die glücklicherweise bestehen bleiben, hängen mit dem Wohlbefinden und der Umwelt von Kindern und ihren Kindern zusammen Beziehung zu den Schulen. „Das ist positiv“, sagt Magnús.
Überraschend sei laut Magnús, dass sich die Diskussion, da die PISA-Erhebung bereits seit über 20 Jahren läuft, hauptsächlich um das Leseverständnis drehte.
„Seit 2009, als wir auf dem absteigenden Ast waren, wurde viel Arbeit in das Leseverständnis gesteckt, aber aus irgendeinem Grund scheint es sich nicht ausgezahlt zu haben.“ Es ist sehr wichtig, dass wir diese Situation weiterhin genau beobachten. Seit 2009 legen wir in unserem Hauptlehrplan auch einen Schwerpunkt fest, der darauf abzielt, die Bedeutung der Gesamtbewertung zu verringern. Eines der Dinge, die auf der Ebene der nordischen Länder diskutiert wurden, ist die Art und Weise, wie die Prüfung aufgebaut ist und ob dies der Fall ist ein Effekt. Ein großer, langer schriftlicher Test, den das isländische Schulsystem aufgrund des neuen Lehrplans in der Grundschule etwas verdrängt hat.“
Das Schulsystem ist immer eine Herausforderung
Magnús sagt, Schularbeit sei immer eine Herausforderung und er habe in den letzten Jahren gespürt, dass sich die Diskussion darüber in die Richtung entwickelt habe, die sich die Lehrer wünschen.
„Wir wollen, dass alle langfristig am Tisch sitzen. Es wurde vielfach untersucht, dass Anstrengung bei Schularbeiten allenfalls keinen Schaden anrichtet. „Eine vorübergehende kurzfristige Anstrengung, die eine schnelle Lösung sein soll, ist nicht das Problem, aber wir brauchen eine ganzheitliche Diskussion darüber, was wir aus unserem Schulsystem herausholen wollen und wo PISA uns dort von Nutzen sein kann.“
