Neuer Parkplatz und Servicegebäude für Besucher
Kerlingarfjöll liegt auf öffentlichem Grund, d.h. der isländische Staat ist Eigentümer von Land und aller Arten von Landrechten und Landvorteilen, die nicht dem privatem Eigentumsrecht unterliegen. Am 2. Januar 2025 bestätigte der Gemeinderat von Hrunamannahreppur den aktualisierten Bebauungsplan für Neðri-Hveradalir in Kerlingarfjöll, der in das Planungsportal Islands eingestellt wurde.



Derzeitiger Parkplatz zu klein
Der derzeitige Parkplatz entspricht nicht immer den Anforderungen der Besucher und Autos, es wird neben dem Parkplatz oder neben der Hütte geparkt. Die Planung sieht den Bau eines neuen Parkplatzes und eines Servicegebäudes vor. Ziel ist es, die Infrastruktur der Region zu verbessern und den Besucherverkehr zu lenken.
Wichtige Eckpunkte:
- Servicegebäude und Toiletten: Mit bis zu 20 m² Fläche.
- Parkplatzkapazität: Bis zu 84 Stellplätze für Pkw und 2 für Busse
- Phasenweise Erweiterung der Stellplätze und Fußwege als Verbindung zum Thermalquellengebiet Naðri-Hveradalur.

Gebäude
Es ist erlaubt, ein Servicehaus von bis zu 20 qm mit Toilette zu bauen. Es ist erlaubt, rund um das Haus Plattformen und Einrichtungen für Gäste einzurichten, auf denen sie sitzen, die Aussicht genießen und einen Snack zu sich nehmen können.
Es ist erlaubt, entweder eine Wassertoilette oder eine Trockentoilette zu haben. Bei einer Wassertoilette muss der Abfluss mindestens einer Kläranlage zugeführt werden. Für das Wasser muss eine Zuleitung gelegt werden. Es wird davon ausgegangen, dass Wasser in den Schluchten östlich des Planungsgebietes vorhanden ist.

Eine Hausverkleidung muss von guter Qualität sein und wenig Pflege erfordern. Die Farbe des Gebäudes und der es umgebenden Plattform muss so sein, dass sie mit den Farben des umliegenden Landes übereinstimmen.
Umweltbewertungsbericht
Der örtliche Plan fällt unter das Gesetz über die Umweltprüfung. Geprüft werden zum Beispiel Ökosystem, Ressourcen, Landschaft, Erscheinugnsbild, Akustik, Luftqualität.
Es fand eine Ortsbegehung statt, bei der die mögliche Lage und Gestaltung des Parkplatzes und des Servicegebäudes untersucht wurden. Die Parkplätze werden für diejenigen, die in das Gebiet kommen, das natürliche Erscheinungsbild des Gebietes beeinträchtigen. Unter anderem wurde geprüft, ob der Parkplatz an anderer Stelle des Hverdalavegur F347, der Nationalstraße ist und von Vegagerdin verwaltet wird, angelegt werden kann. Andere Orte waren zu nass, zu steil oder der Weg zu lang, um in das Thermalquellengebiet Naedri-Hveradalur zu gelangen.
Schutz des Naturerbes
Kerlingarfjöll ist Teil des isländischen Naturerberegisters und seit 2020 ein Landschaftsschutzgebiet. Der Bebauungsplan setzt klare Richtlinien, um die natürliche Umgebung zu bewahren:
Die Parkplätze werden für diejenigen, die in das Gebiet kommen, das natürliche Erscheinungsbild des Gebietes beeinträchtigen. Mit der Erweiterung des Parkplatzes und dem Bau des Servicegebäudes wird die Infrastruktur des Areals gestärkt und der Besucherverkehr gesteuert. Es wird darauf geachtet, dass sich Bauwerke gut in die Landschaft einfügen.
- Schonender Umgang mit Ressourcen: Der Boden ist lehmhaltig und anfällig für Staunässe. Entsprechende Entwässerungssysteme sind geplant. Unter den Stellplätzen muss eine gut verdichtete und frostfreie Füllung vorhanden sein. Parkplätze müssen möglichst schlicht sein und sich farblich an die Umgebung anpassen.
- Integrierte Bauweise: Eine Hausverkleidung muss von guter Qualität sein und wenig Pflege erfordern. Die Farbe des Gebäudes und der es umgebenden Plattform muss so sein, dass sie mit den Farben des umliegenden Landes übereinstimmen.
- Es ist erlaubt, entweder eine Wassertoilette oder eine Trockentoilette zu haben. Bei einer Wassertoilette muss der Abfluss mindestens einer Kläranlage zugeführt werden. Bei einer Wassertoilette muss eine Zuleitung von Wasser gelegt werden. Es wird davon ausgegangen, dass Wasser in den Schluchten östlich des Planungsgebietes vorhanden ist.
Leitlinien für unbewohnte Gebiete
In den Leitlinien gibt es klare Prioritäten für die Entwicklung unbewohnter Gebiete:
- Sicherheit: Verbesserte Infrastruktur für Touristen.
- Schutz: Erhalt gefährdeter Landschaften.
- Nachhaltigkeit: Moderater Ausbau der Infrastruktur zur Steuerung des Reiseverkehrs.
Das Planungsgebiet wird auch von den Genehmigungen „Einzelbau im Hochland“ abgedeckt. Darin heißt es, dass einzelne Projekte durchgeführt werden können, ohne dass im Masterplan eine bestimmte Landnutzung festgelegt wird. Dies gilt zum Beispiel für Rastplätze in Verbindung mit Wander- und Reitwegen oder Aussichtsflächen.
Auf den im Masterplan ausgewiesenen Hauptrouten ist die Einrichtung von Rastplätzen gestattet. Sie können dort ein Hinweisschild anbringen und ein bis zu 20 qm großes Servicegebäude errichten.
Fotos Kerlingarfjöll / Mirjam Lassak
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